Joana Lissmann

"Heterotopien" im Okzident-Orient-Konflikt

eBook Ausgabe. 1. Auflage
eBook (epub), 21 Seiten
EAN 9783656097389
Veröffentlicht Januar 2012
Verlag/Hersteller GRIN Verlag

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Soziologie - Kultur, Technik, Völker, Note: 2,0, Technische Universität Darmstadt (Soziologie), Veranstaltung: Verschleierte und entblößte Körper, Sprache: Deutsch, Abstract: Jeden Tag begegnen wir dem "Anderen" dem "Fremden" in Medien und im Umfeld. Anstatt das uns Unbekannte zu akzeptieren, analysieren wir es und stellen es in Frage oder sehen darin sogar eine Gefahr für uns. Warum wir mit solch einer Emotionalität reagieren möchte ich mit dieser Arbeit beschreiben, um die Mechanismen greifbarer zu machen. "Orient und Okzident gemeinsam ist die Tatsache, dass sie ihre ungelösten Probleme an den weiblichen Körper verweisen: Die Erregungen um das Kopftuch erzählen von der symbolischen Kastration, die der männliche Körper durch die Gleichsetzung von Männlichkeit mit der abstrakten der Schrift erfahren hat. Der Konflikt der Geschlechterordnungen wird gerne als Konflikt um gesehen. In Wirklichkeit stoßen zwei Konzepte von Schriftlichkeit, Männlichkeit und zwei Wissensordnungen aufeinander" (Braun et al 2007, S. 148). Mir sind mehrere Punkte in der Arbeit wichtig, die ich bearbeitet habe: Zum einen, die Frage nach dem Orient als Heterotopie des Okzident. Dazu erkläre ich erst, was überhaupt eine Heterotopie wie Foucault sie definiert ist. In dem Abschnitt "Europäische Emanzipation und ihre Heterotopie" nutze ich die zuvor beschriebene Foucault-sche Theorie zur mikrosoziologischen Analyse der westlichen Emanzipation als Machtinstrument. In dem darauffolgenden Abschnitt "Heterotopien, Macht und symbolische Geschlechterordnungen" nutze ich diese Theorie als Grundlage einer makrosoziologischen Analyse. Ich bin der Frage nachgegangen, ob Heterotopien in der symbolischen Geschlechterordnung zu finden sind, wieso diese so unterschiedlich sind und welche Macht dabei ausgeübt wird. In dem Abschnitt "Vom kleinen zum großen Unterschied- Frauen in der Geschichte und Religion" möchte ich den Beweis bringen, dass die orientalische Frau per se nicht anders ist, sondern sie eher anders gemacht wird. Der historische Abriss soll durchleuchten, dass sich einige Zeitabschnitte in beiden Weltteilen wiederholt haben und das Stück Stoff letztendlich mehr ist als nur ein Kleidungsstück. Diese Interpretation jedoch nicht von den Tragenden vollzogen wird, sondern von den Kritikern und Betrachtern.

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