Jochen Brandt

Das französische Kolonialreich in der Zwischenkriegszeit

Selbstverständnis vs. Wirklichkeit. 1. Auflage
eBook (epub), 12 Seiten
EAN 9783638835299
Veröffentlicht August 2007
Verlag/Hersteller GRIN Verlag
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Beschreibung

Essay aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Zeitalter Weltkriege, Note: 1,3, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Veranstaltung: Frankreich in der Zwischenkriegszeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Aufbau des ersten französischen Kolonialreichs stand im Zeichen des sich entwickelnden Absolutismus. Franz I. zeigte sich im ausgehenden 16. Jahrhundert nicht bereit, die päpstlich verordnete Hegemonie der spanischen und portugiesischen Krone auf dem neuentdeckten amerikanischen Kontinent zu akzeptieren. Entdeckungsfahrten und Besetzungen nordamerikanischer Gebiete fanden vor allem unter Ludwig XIV. ihren Höhepunkt, wo sie dem merkantilen und territorialen Anspruch der französischen Krone dienen sollten. Doch wie das absolutistische Herrschaftssystem, so zerfiel auch das erste französische Kolonialreich in den Wirrungen des ausgehenden 18. Jahrhundert innerhalb kürzester Zeit. Die koloniale Ausbreitung des 19. Jahrhunderts, die mit der Eroberung Algeriens 1830 begann und schließlich in den 1880er und 90er Jahren ihre Hochphase hatte, folgte anderen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Motiven. Geographisch vollzog sich die Expansion vor allem in Afrika und Indochina. Der imperiale Wettlauf um Rohstoffe, strategische Positionen, Reputation im Sinne einer Grande Nation aber auch kulturmissionarische Aspekte bestimmten hierbei die französische Kolonialpolitik. Mit den von Deutschland übernommenen Kolonien befand sich das Empire in der Zwischenkriegszeit auf seinem Zenit und erreichte seine größte geographische Ausdehnung. Doch die Tatsache, dass das französische Kolonialreich in den 1950er Jahren fast vollständig zerfiel, und dass Frankreich bereits 1962 mit Algerien eine der letzten Kolonien in die Unabhängigkeit entlassen musste, zeigt, dass der Boden für die kolonialen Befreiungsbewegungen schon in der Zwischenkriegszeit bereitet gewesen sein muss. In der folgenden Arbeit soll daher die These vertreten werden, dass das französische Kolonialreich schon vor dem Zweiten Weltkrieg instabil war, und eher als Krisenherd zu sehen ist, denn als Ausdruck, des in weiten Teilen der Bevölkerung vertretenen Anspruchs des "genie coloniale" Frankreichs.
1. Vorbemerkung 3 2. Motivationen des französischen Kolonialismus 3 3. Das Selbstverständnis Frankreichs als Kolonialmacht und die Wirklichkeit 4 4. Gründe für die Krise des Empires 6 4.1. Der Erste Weltkrieg und die daraus folgenden Entwicklungen 6 4.2. Diskriminierung der neuen Elite und ausbleibende Reformen 7 4.3. Die kommunistische Bedrohung 8 5. Fazit 9 6. Literatur

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