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Ein Jahrmarkt voller Farben und Klänge entfaltet sich in Plundersweilern, einem kleinen Dorf, das von der ländlichen Idylle des 18. Jahrhunderts geprägt ist. Die Dorfbewohner, von der Vorfreude auf das Fest ergriffen, bereiten sich auf ein Ereignis vor, das die Monotonie des Alltags durchbricht. Inmitten dieser lebhaften Szenerie entfaltet sich eine Geschichte, die die sozialen Dynamiken und menschlichen Ambitionen in den Vordergrund rückt. Die Jahrmarktsfestlichkeiten bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch eine Bühne für die Begegnung unterschiedlichster Charaktere, deren Schicksale sich auf unerwartete Weise verflechten. Goethes Werk ist ein Spiegel der Gesellschaft seiner Zeit, in dem die Themen der sozialen Hierarchie und der menschlichen Sehnsüchte kunstvoll verwoben sind. Die Erzählung fängt die Essenz des ländlichen Lebens ein und beleuchtet die subtilen Nuancen der zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Charaktere, jeder mit seinen eigenen Träumen und Herausforderungen, verkörpern die Vielfalt menschlicher Erfahrungen und Emotionen. Durch die lebendige Darstellung des Jahrmarkts und seiner Teilnehmer wird der Leser in eine Welt entführt, die sowohl vertraut als auch fremd erscheint. Die Erzählung bietet eine Gelegenheit, die Komplexität der menschlichen Natur zu erkunden und die zeitlosen Fragen nach Identität und Zugehörigkeit zu reflektieren. Indem Goethe die alltäglichen Begebenheiten mit philosophischen Überlegungen verknüpft, eröffnet er dem Leser neue Perspektiven auf die Gesellschaft und das Individuum. Das Werk lädt dazu ein, die eigene Position in der Welt zu hinterfragen und die Bedeutung von Gemeinschaft und Individualität neu zu bewerten.
Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main; - 22. März 1832 in Weimar, Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach), war ein deutscher Dichter und Naturforscher. Er gilt als einer der bedeutendsten Schöpfer deutschsprachiger Dichtung.
Goethe stammte aus einer angesehenen bürgerlichen Familie; sein Großvater mütterlicherseits war als Stadtschultheiß höchster Justizbeamter der Stadt Frankfurt, sein Vater Doktor der Rechte und Kaiserlicher Rat. Er und seine Schwester Cornelia erfuhren eine aufwendige Ausbildung durch Hauslehrer. Dem Wunsch seines Vaters folgend, studierte Goethe in Leipzig und Straßburg Rechtswissenschaft und war danach als Advokat in Wetzlar und Frankfurt tätig. Gleichzeitig folgte er seiner Neigung zur Dichtkunst. Die ersten Anerkennungen in der Welt der Literatur erzielte er 1773 mit dem Drama Götz von Berlichingen, das ihm nationalen Erfolg eintrug, und 1774 mit dem Briefroman Die Leiden des jungen Werthers, dem er sogar europäischen Erfolg verdankte. Beide Werke sind der literarischen Strömung des Sturm und Drang (1765 bis 1785) zuzuordnen.
Als 26-Jähriger wurde er an den Hof von Weimar eingeladen, wo er sich schließlich für den Rest seines Lebens niederließ. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs Carl August politische und administrative Ämter und leitete ein Vierteljahrhundert das Weimarer Hoftheater. Die amtliche Tätigkeit mit der Vernachlässigung seiner schöpferischen Fähigkeiten löste nach dem ersten Weimarer Jahrzehnt eine persönliche Krise aus, der sich Goethe durch die Flucht nach Italien entzog. Die Italienreise von September 1786 bis Mai 1788 empfand er wie eine "Wiedergeburt". Ihr verdankte er die Vollendung wichtiger Werke wie Iphigenie auf Tauris (1787), Egmont (1788) und Torquato Tasso (1790).