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Die Erzählung schildert die Erlebnisse einer jungen Frau während eines Kuraufenthaltes an der Rhône, dabei unterzieht Spyri die sozial-gesellschaftlichen Strukturen ihrer Zeit einer kritischen Betrachtung. Ein besonderes Augenmerk legte die Autorin auf die Schicksale ihrer Frauen- und Kinderfiguren, was als Charakteristikum ihres Gesamtwerkes angesehen werden kann.
Johanna Spyri (1827-1901) gehört zu den prägenden Stimmen der Schweizer Literatur des 19. Jahrhunderts. Geboren als Johanna Heusser im Zürcher Oberland, wuchs sie in einer gebildeten Familie auf - ihr Vater war Arzt, ihre Mutter Schriftstellerin. Naturerfahrung und kulturelle Offenheit prägten früh ihr Denken und Schreiben.
1852 heiratete sie den Juristen und Redakteur Johann Bernhard Spyri und zog nach Zürich. Die Ehe galt als eher nüchtern und war von längeren Phasen der Distanz geprägt. Das Paar hatte einen Sohn, Bernhard. Sein früher Tod traf Johanna Spyri tief und hinterließen deutliche Spuren in ihrem Werk.
Erst mit über 40 Jahren begann sie zu veröffentlichen - mit großem Erfolg. Weltberühmt wurde sie mit »Heidi«, doch ihr Gesamtwerk umfasst über 40 Erzählungen und Romane.
1880 erschien »Im Rhonetal« - im selben Jahr wie »Heidis Lehr- und Wanderjahre«. »Im Rhonetal« zeigt eine andere Seite der Autorin: differenzierter, gesellschaftsnaher und stärker auf die Lebensrealität von Frauen gerichtet.
Johanna Spyri verbindet eindrucksvolle Naturbilder mit einem feinen Gespür für soziale Spannungen und persönliche Entwicklung. Ihre Geschichten erzählen von Verantwortung, Selbstbestimmung und der Suche nach einem erfüllten Leben - Themen, die bis heute aktuell sind.
Vorwort des Verlegers Erstes Kapitel Zweites Kapitel Drittes Kapitel Viertes Kapitel Fünftes Kapitel Sechstes Kapitel