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Die Großstadt Essen, im südlichen Ruhrgebiet gelegen, bietet eine eindrucksvolle Dichte an Bodendenkmälern. Über 4000 archäologische Fundstellen sind in Essen bekannt und jährlich kommen zahlreiche Neuentdeckungen hinzu. Essen ist damit eine der fundreichsten Städte im Ruhrgebiet.
Die größte Zahl archäologischer Fundstellen datiert in das Mittelalter: Mit der Essener Innenstadt, Steele und Werden existierten im heutigen Stadtgebiet immerhin drei selbstständige mittelalterliche Städte. In der Innenstadt befand sich das Frauenstift Essen Domschatz, in Werden die berühmte Benediktinerabtei. Dennoch wird die Geschichte der Stadt oft genug auf Krupp und den Bergbau, die seit dem beginnenden 19. Jahrhundert die Stadt prägten, reduziert.
Die Stadtarchäologie Essen präsentiert mit dem Band "Astnide", ein früher Begriff, aus dem sich der Name Essen ableitet, nun eine Auswahl dieser Fundstellen in Form von wissenschaftlichen Beiträgen. Dabei werden aktuelle Ausgrabungen und Forschungsthemen, ebenso wie die Ergebnisse von Abschlussarbeiten vorgestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt des Bandes liegt im Bereich der "Archäologie der Moderne". Neben einem umfangreichen, generellen Überblick zu Fundstellen des 2. Weltkriegs im Stadtgebiet, werden ebenso die Ergebnisse einer Abschlussarbeit zu einer Ausgrabung an "Panzerbau III" im Detail präsentiert.
Dr. Johannes Müller-Kissing, Studium der Ur- und Frühgeschichte und Geschichtswissenschaftenan der Ruhr-Universität Bochum. Ab 2012 verschiedene Projektstellen in der Bodendenkmalpflegedes Landesverbandes Lippe/Lippisches Landesmuseum Detmold und bei der LWL-Archäologiefür Westfalen. Seit 2022 Leiter der Unteren Denkmalbehörde Essen und Lehrtätigkeit an derChristian-Albrechts Universität zu Kiel. Forschungsschwerpunkte Archäologie des Mittelalters undder Neuzeit, besonders Fortifikation und Industriearchäologie.