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Ein freies Weib von Johannes Schlaf entführt den Leser in die Welt des späten 19. Jahrhunderts, einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und der aufkeimenden Frauenbewegung. Die Protagonistin, eine junge Frau, steht im Mittelpunkt dieser Erzählung, die sich mit den Herausforderungen und Erwartungen auseinandersetzt, denen Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft gegenüberstehen. Schlaf zeichnet ein lebendiges Bild der damaligen sozialen Strukturen und der inneren Konflikte, die aus dem Streben nach persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung resultieren. Die Handlung entfaltet sich in einer deutschen Kleinstadt, wo die Protagonistin mit den traditionellen Rollenbildern und den damit verbundenen Einschränkungen konfrontiert wird. Die Themen der Emanzipation und des individuellen Freiheitsdrangs durchziehen die Erzählung und bieten einen tiefen Einblick in die psychologischen und sozialen Dynamiken jener Zeit. Schlafs Werk ist nicht nur eine Erzählung über persönliche Kämpfe, sondern auch eine kritische Betrachtung der gesellschaftlichen Normen und der Rolle der Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert. Durch die detaillierte Darstellung der inneren und äußeren Konflikte der Protagonistin wird der Leser dazu angeregt, über die Bedeutung von Freiheit und Selbstverwirklichung nachzudenken. Ein freies Weib bietet eine wertvolle Perspektive auf die historischen Kämpfe um Gleichberechtigung und die fortwährende Relevanz dieser Themen in der heutigen Zeit.
Johannes Schlaf (* 21. Juni 1862 in Querfurt; - 2. Februar 1941 ebenda) war ein deutscher Dramatiker, Erzähler und Übersetzer und bedeutender Vertreter des deutschen Naturalismus. Als Übersetzer trug er entscheidend zur Verbreitung der Werke von Walt Whitman, Émile Verhaeren und Émile Zola im deutschsprachigen Raum bei. Er gilt damit als Begründer des Whitman-Kults in Deutschland. Seine literarischen Verdienste liegen vor allem in szenisch-dialogischen Neuerungen des "Konsequenten Naturalismus" und in der Ausbildung des literarischen Impressionismus. Ebenfalls wirkte er mit an der Entstehung des "Intimen Theaters".