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Heimat ist nicht nur ein wichtiger Begriff und eine wirkmächtige Idee, Heimat ist soziale Praxis: Historische Akteure haben immer wieder bestimmte Vorstellungen von Heimat in Handeln übersetzt. Anhand von fünf ausgewählten Praktiken analysiert Johannes Schütz die Konstruktion von Heimat in Sachsen zwischen 1969 und 2000. Dabei fragt er nicht nur nach der Aneignung von Heimat, sondern betrachtet die Heimatpraxis vor allem im Spannungsfeld zwischen staatssozialistischer Herrschaft und postsozialistischer Transformation. Damit untersucht er, wie der Alltag der Menschen in der späten DDR und den Jahren nach der Wiedervereinigung von Heimatpraktiken geprägt war.
Johannes Schütz studierte Geschichte und Philosophie an der Technischen Universität Dresden. 2013 folgte seine Promotion durch die Georg-August-Universität Göttingen, 2025 die Habilitation an der TU Dresden. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Seine Forschungsinteressen sind Praxis-, Religions- und Gewaltgeschichte sowie die Historisierung der 'Heimat'.