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Heimat ist nicht nur ein wichtiger Begriff und eine wirkungsmächtige Idee, Heimat ist immer auch soziale Praxis: Historische Akteure haben immer wieder bestimmte Vorstellungen von Heimat in Handeln übersetzt. Anhand von fünf ausgewählten Praktiken analysiert Johannes Schütz die Konstruktion von Heimat in Sachsen zwischen 1969 und 2000. Dabei fragt er nicht nur nach der Aneignung von Heimat, sondern betrachtet Prozesse der Heimatpraxis vor allem im Spannungsfeld zwischen Diktatur und Demokratie und untersucht, wie der Alltag der Menschen zwischen der letzten Phase der DDR und der Wiedervereinigung von Heimatpraktiken geprägt war.
Johannes Schütz (Dr.) studierte Geschichte und Philosophie an der Technischen Universität Dresden. 2013 folgte seine Promotion durch die Georg-August-Universität Göttingen. Seit 2018 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der TU Dresden. Seine Forschungsinteressen sind Praxis-, Emotions- und Gewaltgeschichte sowie die Historisierung der 'Heimat'.