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In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie ist Denise überall im Einsatz. Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Doch auf Denise ist Verlass. In der Reihe Sophienlust Extra werden die schönsten Romane dieser wundervollen Erfolgsserie veröffentlicht. Warmherzig, zu Tränen rührend erzählt von der großen Schriftstellerin Patricia Vandenberg.
Regine Nielsen blickte mit stiller Wehmut auf das ungefähr dreijährige Mädchen mit den großen blauen Augen und den hellblonden Haaren, das zwischen den Schwestern Angelika und Vicky Langenbach am Abendbrottisch saß. Die Anwesenheit der kleinen Heidi Holsten, die seit dem tragischen Tod ihrer Eltern zu den Dauerkindern von Sophienlust gehörte, war für die Kinderschwester in gewisser Weise ein großer Trost. Doch der Anblick des Kindes rief auch schmerzliche Erinnerungen in ihr wach. Denn Heidi Holsten glich ihrem verstorbenen Töchterchen Elke in vielen Dingen. Wäre ihr eigenes Kind noch am Leben, würde es im gleichen Alter wie die Kleine sein. Krampfhaft schluckte Schwester Regine die Tränen hinunter, die heiß unter ihren Lidern brannten. Nein, damals hätte sie allein bestimmt nicht den Mut gefunden, weiterzuleben. Damals, als das Schicksal so hart zugeschlagen und ihr den über alles geliebten Mann durch einen Betriebsunfall geraubt hatte. Später war auch noch ihre kleine Elke gestorben. Dass sie wieder zum Leben zurückgefunden hatte, verdankte sie nur der Güte Denise von Schoeneckers, die sie damals als Kinderschwester eingestellt hatte, nachdem Schwester Gretli geheiratet und Sophienlust verlassen hatte. Hier, in diesem Kinderparadies, hatte Regine Nielsen wieder zu sich selbst gefunden. Mit der ganzen Kraft ihres einsamen Herzens widmete sie sich den zahlreichen Kindern und schenkte ihnen ihre Liebe. In der kleinen Heidi aber sah sie ihr verlorenes Töchterchen. Auch Heidi hing innig an Schwester Regine, die viel dazu beigetragen hatte, dass das Kind den Verlust seiner geliebten Mutti ohne seelischen Schaden überwunden hatte. Schwester Regine wandte sich nun den Kindern am Abendbrottisch zu. Wie stets bei den Mahlzeiten ging es auch an diesem Abend sehr lebhaft zu. Es gab so vieles zu besprechen. Man musste doch seine Meinungen und Erlebnisse des Tages austauschen. Auch Nick war anwesend. Eigentlich wohnte er ja bei seinen Eltern in Schoeneich.