Jürgen Nielsen-Sikora

Erziehung und Gewalt

Über die Folgen traumatischer Kindheiten. XI, 135 S. 1 Abbildungen. 23,5 cm / 15,5 cm ( B/H )
Buch (Softcover), 135 Seiten
EAN 9783662743997
Veröffentlicht Februar 2027
Verlag/Hersteller Springer-Verlag GmbH
€ 49,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Der Debattenbeitrag verfolgt die These, dass kindliche Traumatisierungen infolge erzieherischer Gewalt nicht nur auf der individuellen Ebene wirken, sondern langfristige gesellschaftliche Folgen entfalten. Während traumatische Erfahrungen die Entwicklung von Selbsterkenntnis beeinträchtigen und sich in Abwehrmechanismen sowie Übertragungsprozessen niederschlagen können, gewinnen sie gesellschaftliche Relevanz, wenn sich diese Dynamiken strukturell verfestigen. Wer im Kinderzimmer keine demokratischen Erfahrungen sammeln konnte, wird sich schwertun, diese im öffentlichen Raum zu verinnerlichen und zur Geltung zu bringen. Im Zentrum steht somit die Frage, welche Folgen sich ergeben, wenn in der Familie als grundlegender Sozialisationsinstanz und fundamentaler Basis demokratischer Gesellschaften Störungen auftreten.

Portrait

Jürgen Nielsen-Sikora ist apl. Professor für Bildungstheorie an der Universität Siegen und leitet das Hans-Jonas-Institut ebenda.

Inhaltsverzeichnis

.- 1 Deformierte Selbsterkenntnis. Konzeptionelle Vorbemerkungen. .- 2 Bindungsverlust, Isolation, Gewalterfahrungen. Jürgen Bartsch revisited. .- 3 Traumafolgen erzieherischer Gewalt. .- 4 Den Körper bändigen. Daniel Paul Schreber revisited. .- 5 Traditionen emotionaler Kälte im Anschluss an Johanna Haarer. .- 6 Das beschämte Kind. .- 7 Wenn die Kränkung regiert: "Wir müssen mit uns selbst ins Reine kommen" (Alternative für Deutschland). .- 8 Entwicklungshilfe statt Erziehung? Ein Resümee.