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Die Boomer-Generation steht an einem biografischen Wendepunkt: Körperlich und geistig fit und in historisch beispielloser Freiheit aufgewachsen, spüren die Boomer heute eine sich verändernde Wahrnehmung von Zeit. Sie halten sich für jung - und erfahren zugleich die eigene Endlichkeit. Ein Affront. Jürgen Wiebicke wendet sich in dieser philosophischen und zugleich persönlichen Analyse seinen Altersgenossen zu und ergründet das vielschichtige Lebensgefühl einer Generation zwischen gewonnener Lässigkeit, der Sorge um den Verlust der eigenen Autonomie und dem Unbehagen, dass auch im Politischen die besten Jahre vorbei sind. Sein Buch ist eine kluge Standortbestimmung für alle Babyboomer und ein Plädoyer dafür, sich nicht in ein seelisches Biedermeier zurückzuziehen, sondern das eigene Älterwerden durch neue 'erste Male' und gewachsene gesellschaftliche Verantwortung aktiv zu gestalten.
Jürgen Wiebicke lebt als freier Journalist in Köln. Seit 19 Jahren moderiert er wöchentlich 'Das philosophische Radio' auf WDR 5. Sein Buch 'Dürfen wir so bleiben, wie wir sind? Gegen die Perfektionierung des Menschen - eine philosophische Intervention' erschien 2013. 2016 folgte 'Zu Fuß durch ein nervöses Land - auf der Suche nach dem, was uns zusammenhält', 2017 'Zehn Regeln für Demokratie-Retter', 2021 'Sieben Heringe. Meine Mutter, das Schweigen der Kriegskinder und das Sprechen vor dem Sterben' und 2023 'Emotionale Gleichgewichtsstörung. Kleine Philosophie für verrückte Zeiten'. Er gehört zu den Programmmacher:innen der phil.Cologne, des Internationalen Festivals der Philosophie.