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"Mauern der Angst - Warum Rom seine größte Grenze nicht gegen Feinde baute" ist eine provokante Neuinterpretation des Limes und der römischen Grenzpolitik in Germanien. Während Geschichtsbücher oft von einer militärischen Verteidigungslinie sprechen, enthüllt dieses Werk die psychologische und wirtschaftliche Funktion dieser gewaltigen Bauwerke. Es wird argumentiert, dass der Wall weniger dazu diente, Barbaren fernzuhalten, als vielmehr dazu, die eigene Angst vor dem unkontrollierbaren Chaos der Wälder zu bändigen.
Die Historikerin Julia Arendt nimmt den Leser mit auf eine Reise entlang der Palisaden und Wachtürme. Sie beschreibt das Leben der Soldaten, die nicht in heroischen Schlachten kämpften, sondern in einer bürokratischen Maschinerie aus Zollkontrollen und Langeweile gefangen waren. Das Buch zeigt, wie Rom versuchte, durch Stein und Holz eine künstliche Ordnung in eine wilde Landschaft zu zwingen und wie diese Grenze den kulturellen Austausch paradoxerweise förderte statt ihn zu unterbinden.
Durch die Analyse neuerer Ausgrabungen wird deutlich, dass die wahre Bedrohung Roms oft im Inneren lag und die Mauern ein monumentales Symbol für den Versuch waren, den Zerfall des Imperiums zu leugnen. "Mauern der Angst" ist eine faszinierende Studie darüber, wie Weltmächte versuchen, sich abzuschotten, und warum Grenzen oft durchlässiger sind, als es ihre Erbauer beabsichtigen.
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