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Der Schild ist Waffe und Bildträger zugleich. Die enge Verbindung seiner Funktionen reicht zurück bis in die Antike und erfuhr in der Frühen Neuzeit eine neue Gewichtung: Zu einem Zeitpunkt, da der Schild an militärischer Relevanz einbüßte, wurde er als Bildträger umso gefragter. Die Waffe fand darin eine neue Bestimmung. Die Publikation geht dem Wandel in der Nutzung des Schildes nach. Sie zeigt auf, was es heißt, den Schild als Bildträger am eigenen Körper zu tragen, untersucht welchen Anteil das Objekt bei der Generierung und Vermittlung von bildlicher Bedeutung hat, und rekonstruiert die neuen funktionalen, räumlichen und narrativen Kontexte der Bildschilde. Fokussiert wird die zentrale Phase vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, mit Einblicken in die Antike und in kulturelle Kontexte außerhalb Europas. - Widmet sich erstmals eingehend dem Schild als Bildträger und Gegenstand der Kunsttheorie - Präsentation wenig bekannter Objekte aus europäischen und amerikanischen Sammlungen - Bezüge zum Tierreich (Schildkröte) und transkulturelle Verflechtungsprozessen
Julia Saviello, Assistentin, Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Zentrum ihrer Forschungen steht die Kunst der Frühen Neuzeit, mit Studien u.a. zur Darstellung von menschlichem Haar, zu Konzeptionen des schönen Körpers, zu Objekten der angewandten Künste als Bildträger und zu den Überschneidungen von Keramik und Natur. Sie veröffentlichte u.a. Verlockungen. Haare in der Kunst der Frühen Neuzeit (2017), Requisiten. Die Inszenierung von Objekten auf der 'Bühne der Kunst' (hg. mit Joanna Olchawa, 2023) und Beauty: The Body as Artefact (hg. mit Romana Sammern, 2026).