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Wenn durch die eigene Vergangenheit das kollektive Gedächtnis eines Volkes zur Last wird, trägt auch der Einzelne eine Bürde. Jenseits von Vergessen und Verdrängen kann die "Arbeit" der Seele mühsam, ja bitter sein. Kaiserreich und Nationalsozialismus - Ausgangspunkte zweier Weltkriege - haben bei uns Deutschen tiefe Spuren hinterlassen. Diesen Prägungen im Spiegel der eigenen Familiengeschichte nachzugehen, hat sich Jutta Gujral zur Aufgabe gemacht. Ihr "Friedenskind" wird zum Mittelpunkt eines kritischen Dialogs mit Mutter, Großmutter und Tante. Deren Tagebücher und Briefe lassen Geschichte lebendig werden. Die Wirkungsmacht des Vergangenen zeigt sich in persönlichen Schicksalen. Das Erlittene wird weitergegeben - und aus Opfern werden, oft ungewollt, neue Täterinnen.
Jutta Gujral, geboren 1946, verbrachte ihre Kindheit bis zum zwölften Lebensjahr in der DDR. 1958 floh sie mit ihren Eltern nach West-Berlin, lebte anschließend einige Jahre in Stuttgart, ab 1965 erneut in West-Berlin und ab 1971 schließlich in Hamburg. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit als Übersetzerin unternahm sie zahlreiche Reisen - unter anderem nach Indien, China sowie Nord- und Südamerika. Sie lebte zeitweise in Indien und viele Jahre in Italien. 2014 veröffentlichte sie ihren ersten Roman "Dungfeuer", eine indische Flucht- und Familiensaga, die sich mit den kulturellen Unterschieden zwischen Ost und West auseinandersetzt. 2017 folgte "Die Mühle", ein italienisches Familiensoziogramm.