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Was passiert, wenn wir das Abenteuer vom Himalaya in den Alltag holen? Jutta Keßler macht deutlich, dass echte Erfahrung keine Extreme braucht. Ihr Buch folgt dem Abenteuer von Odysseus über die Schatzinsel und Ernst Jüngers abenteuerliches Herz bis hin zu Christopher McCandless' tödlichem Trip in die Wildnis. Unterwegs entfaltet sich die Frage, wie aus dem großen Wagnis das Mikro wurde und warum das Kleine nicht das Banale ist. Das Buch erschließt, wie sich das herrschaftliche Naturverhältnis der klassischen Abenteuererzählung in eine nachhaltige Praxis des Naheliegenden verwandeln lässt. Das Buch richtet sich an alle, die in pädagogischen Handlungsfeldern mit einfachen Mitteln wirksame Erfahrungsräume schaffen wollen.
Jutta Keßler lehrt als Professorin für Soziale Arbeit an der IU Internationale Hochschule am Campus Mainz. Ihre Schwerpunkte sind erlebnispädagogisch fundierte Einzel- und Gruppenarbeit sowie phänomenologische Erziehungswissenschaft. Sie hat 1993-1995 die erste Zusatzausbildung bei Outward Bound Deutschland absolviert.
Inhalt Einleitung: Mikroabenteuer - das wohltemperierte Risiko.7 1 Das Wort Mikroabenteuer - eine begriffsarchäologische Spurensuche. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 1.1 Der Schwarze Schwan: Humphreys' Erfindung. . . . . . . . . . . . . . . . 12 1.2 Die Unverhältnismäßigkeit und ihre Notwendigkeit. . . . . . . . . . . . 13 1.3 Die Relativität des Kleinen: Wie klein ist Mikro?. . . . . . . . . . . . . . . 14 1.4 Mikros und Makros: Philosophische Dimensionen. . . . . . . . . . . . . . 16 1.5 Genotyp und Phänotyp: Das Wesen des Abenteuers. . . . . . . . . . . . . 17 1.6 Das Präfix mikro: Von der Technik zur Wissenschaft. . . . . . . . . . . . 20 2 Von Makro zu Mikro: Kleine Kulturgeschichte des Abenteuers. . . . 22 2.1 Abenteuer als Abenteuer: Große Abenteuer - große Erzählungen.23 2.1.1 Was das Abenteuer ausmacht - Strukturmerkmale eines Erzählschemas. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23 2.1.2 Stationen der Abenteuererzählung - Ein literaturhistorischer Durchgang. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26 2.1.3 Das problematische Erbe - Kritik und Ambivalenz. . . . . . . . . . . . .30 2.1.4 Was bleibt vom Abenteuer?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35 2.2 Abenteuertourismus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36 2.3 Mensch und Natur: Von der Herrschaftlichkeit zur Nachhaltigkeit.43 2.3.1 Herrschaftlichkeit und ihre Kosten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .43 2.3.2 Die Robinsonade als Paradigma. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .44 2.3.3 Naturalismus und Animismus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .45 2.3.4 Wege zur Aufweichung des Naturalismus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47 2.3.5 Sympraxis. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .51 2.3.6 Nachhaltigkeitskönnen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54 2.3.7 Jenseits von Leave-no-Trace: Nachhaltigkeit als regulative Idee. . . . . . 55 3 Das Frühstücksplatzl am Großglockner - Matrix des Mikroabenteuers. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59 4 Mikroabenteuer für alle. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 4.1 Die Entdeckung der Komfortzone - Einfachheit ist die größte Herausforderung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64 4.1.1 Verlassen oder entdecken?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .64 4.1.2 Den Körper bewohnen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .67 4.1.3 Wenn der Park einfach zu nah ist. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .71? 4.2 Humor und Humus - Heiterkeit als Haltung. . . . . . . . . . . . . . . . . 76 4.2.1 Humor erdet. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .76 4.2.2 Lachen und Lernen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .78 4.2.3 Wenn der Boden unter den Füßen.... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .81 4.3 Aventiure und s'aventurer - Vom Lektüreschaden zur Lebenskompetenz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 84 5 Grundlagen einer Erlebnispädagogik des Naheliegenden . . . . . . . . 94 6 Literatur. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 Sachverzeichnis.113