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Eine verheiratete Frau schon reiferen Jahrgangs, fromm und gut katholisch, ist ihrem ungeliebten, dominanten Ehemann bedingungslos treu. Seit Jahrzehnten. Alles beginnt mit einer Kur. Hier lernt sie den Mann ihres Lebens, einen katholischen Priester, kennen. Und da ist es auch schon um sie geschehen. Fast sofort ist sie rettungslos und hoffnungslos in ihn verliebt. Und dann "zu Tode betrübt", als ihre Kur zu Ende ist. Verraten und von ihrem Mann daraufhin verstoßen, zieht sie in die Nähe des heißgeliebten Gottesmannes, sieht sich aber zu ihrer Enttäuschung mehr und mehr von ihm vernachlässigt. Doch ihre Liebe, ja, die ist grenzenlos, unvergänglich, ewig. Aber dann entdeckt sie, dass er zu Gewalttätigkeiten neigt. Und noch enttäuschender: dass er ihr alles andere als treu ist. Sie leidet unsäglich und immer unsäglicher. Und die grenzenlose Liebe? Ja, die verwandelt sich mit einem Schlag in grenzenlosen Hass.
Geboren 1940 in Wien, studierte Karl Plepelits Klassische Philologie, Alte Geschichte und Anglistik, plagte Schüler mit Latein, Griechisch und Englisch, vertrat die Österreichische Akademie der Wissenschaften als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thesaurus linguae Latinae in München, veröffentlichte wissenschaftliche Artikel auf dem Gebiet der Latinistik, Gräzistik und Byzantinistik und übersetzte griechische Romane der Antike und des Mittelalters (erschienen im Hiersemann Verlag, Stuttgart).