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Was verbirgt sich hinter den verschlossenen Türen der vergessenen Villen an der Côte d'Azur? Kavita Nair entführt uns in ihrem faszinierenden Erzählband in eine Riviera, die dem Glanz der Postkarten fremd ist - eine Küste aus gesperrten Anwesen, verblassenden Geheimnissen und Häusern, die mehr hüten, als sie preisgeben.
Sieben Geschichten, sieben Orte, sieben Stimmen: In "Die Häuser der Verdammten" folgen wir Menschen, die sich in Räume wagen, die nicht für sie bestimmt sind. Da ist Noémie, die nächtens in verlassene Villen einbricht und dabei auf Spuren stößt, die sich mit einem leerstehenden Haus nicht erklären lassen. Da sind Anwohner, Erben, Fremde - alle verbunden durch Gebäude, die sich weigern, die Vergangenheit loszulassen.
Nair schreibt mit einer seltenen Unmittelbarkeit. Ihre Prosa ist präzise, lakonisch, fast protokollarisch - und erzeugt gerade dadurch eine Atmosphäre, die sich langsam unter die Haut schiebt. Kein billiger Schrecken, keine grellen Effekte. Stattdessen: die Unruhe des Unerklärten, das Unbehagen vor dem, was vernünftig aussieht und es nicht ist.
Die Côte d'Azur dieser Geschichten ist kein Urlaubsparadies. Sie ist eine Kulisse aus Salz, Rost und gehaltenem Atem - ein Landstrich, in dem Reichtum und Verfall so eng beieinanderliegen, dass man die Grenze nicht mehr erkennt. Nair kennt diese Orte, und sie versteht es, ihre Zweideutigkeit in Sprache zu übersetzen.
Wer Erzählungen schätzt, die intelligent erschrecken und lange nachwirken, findet hier ein außergewöhnliches Werk.
Kavita Nair ist eine Autorin, deren Arbeiten sich mit verlassenen Orten und ihren verborgenen Geschichten befassen. Ihre Erzählungen verbinden atmosphärische Dichte mit psychologischer Tiefe und erkunden die Schnittstellen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Mit einem Auge für Details und einer Vorliebe für europäische Küstenlandschaften erschafft Nair Welten, in denen Häuser zu Charakteren werden und Stille lauter spricht als Worte. "Die Häuser der Verdammten" ist ihr Debütwerk.