Blick ins Buch

Keiji Nakazawa

Barfuß durch Hiroshima 04. Hoffnung

Empfohlen ab 14 Jahre. Illustriert. 21,4 cm / 14,4 cm / 2,2 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 304 Seiten
EAN 9783551775047
Veröffentlicht Juli 2005
Verlag/Hersteller Carlsen Verlag GmbH
Übersetzer Übersetzt von Nina Olligschläger
€ 15,00 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Hiroshima, zwei Jahre nach der Bombe: Die Stadt ist ein Trümmerfeld, und zwischen den Ruinen wächst der erste Weizen. Band 4 der Manga-Autobiografie begleitet Gen durch die Jahre 1945 bis 1947. Japan steht unter amerikanischer Besatzung, auf dem Schwarzmarkt kämpfen Yakuza-Banden um Einfluss, und immer noch sterben Menschen qualvoll an den Folgen der radioaktiven Strahlung. Gen und seine Mutter organisieren Essen, Wasser, ein Dach über dem Kopf. Gleichgültigkeit und Hilfsbereitschaft begegnen ihnen oft am selben Tag. Keiji Nakazawa erzählt seine eigene Kindheit, ohne zu beschönigen: Waisenkinder in Erdlöchern, Hunger, Narben, die niemand sehen will. Dazwischen: kleine Momente von Wärme, Frechheit und Trotz. Der schlichte Schwarz-weiß-Strich im Stil der frühen 1970er-Jahre-Manga gibt dem Schrecken eine unaufgeregte Direktheit, die stärker wirkt als jede Dramatisierung. Mit diesem Band findet Gens Geschichte ihren Abschluss - und am Ende steht die Hoffnung.- Klar und schonungslos gezeichnet: Der schlichte Schwarz-weiß-Strich der 1970er Jahre mit runden Kindergesichtern lässt den Schrecken umso härter wirken.- Erlebt, nicht recherchiert: Keiji Nakazawa hat den Abwurf selbst überlebt - was er zeichnet, hat er erlebt.- Abschluss der vierteiligen Ausgabe: Der Band rundet Gens Geschichte ab und funktioniert dank knapper Einordnung auch für Neueinsteiger.- Preisgekrönt und prägend: 2006 mit dem Max-und-Moritz-Preis als bester Manga ausgezeichnet, in zahlreiche Sprachen übersetzt und Vorlage für Animationsfilme.- Ruhiges, eindringliches Erzähltempo: Nakazawa wechselt zwischen dokumentarischer Genauigkeit und persönlichen Momenten - das macht den Band auch für Manga-Einsteiger zugänglich. Empfohlen ab 14 Jahren: der bewegende Schlussband einer preisgekrönten Manga-Autobiografie über die Nachkriegszeit in Japan, menschlich, direkt und historisch genau.

Portrait

Keiji Nakazawa wurde 1939 als viertes von sechs Kindern in Hiroshima geboren. Sein Vater, sein kleiner Bruder und seine ältere Schwester kamen beim Abwurf der Atombombe am 6. August 1945 ums Leben. Er selbst leidet seitdem an Leukämie und seine Mutter starb 1966 an den Folgen der nuklearen Strahlung.
Im Alter von 22 Jahren zog Keiji Nakazawa nach Tokio und begann seine Karriere als professioneller Zeichner. Seine ersten Arbeiten wurden ab 1963 im Monatsmagazin „Shônen Gaho“ veröffentlicht. Fünf Jahre später erschien mit „Kuroi ame ni utarete“ (Unter dem schwarzen Regen) ein erstes Werk, das seine Erinnerungen an die Tragödie von Hiroshima zum Thema machte.
Mit „Ore wa mita“ (Ich habe es gesehen) gab er 1972 in einer kurzen Geschichte ein weiteres Mal Einblick in seine persönlichen Erfahrungen mit den Geschehnissen vor und nach der nuklearen Katastrophe. Im gleichen Jahr erschien „Hadashi no Gen“ im „Shûkan Shônen Jump“, Japans meistverkauftem Manga-Magazin, in dem die autobiographische Geschichte wöchentlich abgedruckt wurde.
Bis heute ist diese Arbeit sein bekanntestes Werk, das in zahlreiche Sprachen übersetzt, und unter anderem als Theaterstück und Animationsfilm umgesetzt wurde.
Seit 1976 widmet sich eine Gruppe mit dem Namen „Project Gen“ Keiji Nakazawas Schaffen. Die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder aus zahlreichen Nationen haben es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Manga in möglichst viele Sprachen zu übersetzen und damit auch Menschen außerhalb Japans die Möglichkeit zu geben, Gens Botschaft zu hören. Am 19. Dezember 2012 verstarb Keiji Nakazawa im Alter von 73 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.