Kira Jarmysch

Nicht weit von hier

eBook Ausgabe
eBook (epub), 512 Seiten
EAN 9783644027961
Veröffentlicht November 2026
Verlag/Hersteller Rowohlt eBooks
Übersetzer Übersetzt von Olaf Kühl
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Buch (Hardcover)
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24,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Ewa muss weg aus Rostow am Don, denn der FSB will sie zum Spitzeln erpressen. In Moskau kommt sie bei ihrer alten Freundin Nika unter, dummerweise waren beide mal in denselben Mann verliebt. Nika hat Karriere gemacht, ist ganz unpolitisch. Bis der Geheimdienst sie und Ewa verhört. Sie entwenden einen USB-Stick, der aber nicht wie gedacht ihre Akte enthält, sondern zu einem Kryptogeld-Vermögen führt. Und nun sind sie auf der Flucht - vor dem FSB, der Polizei und der Mafia -, quer durch das ganze riesige Land, von Moskau bis zum Pazifik. Sie übernachten im Kloster, in einer Atomforschungsanlage, verstecken sich bei einem steinreichen Sektenführer. Die zwei Freundinnen setzen alles daran, um sich von Mafia und Geheimdienst nicht schnappen, sich von Regime und System nicht unterkriegen zu lassen.
Eine rasante, hochspannende Roadnovel, voller Ironie und Wärme, und zugleich ein vielschichtiges Russlandporträt, wie nur Kira Jarmysch es zeichnen kann. Vor allem aber ein Buch über Freundschaft und Menschlichkeit, die auch unter Korruption und Gewalt weiterbestehen.

Portrait

Kira Jarmysch, geboren 1989, ist Schriftstellerin und Sprecherin von Julija Nawalnaja. Sie war von 2014 an enge Vertraute und Sprecherin Alexej Nawalnys, bis zu dessen Tod. Als Gesicht der wichtigsten russischen Oppositionsbewegung steht sie seit Langem international im Fokus. Über ihren ersten Roman DAFUQ, der 2021 auf Deutsch erschien, meinte das Arte Journal: «Kira Jarmysch erzählt von der Wut einer jungen, weiblichen Generation in Putins Russland - und verliert trotzdem nicht den Humor.» Jarmysch wurde mehrfach verhaftet, ihre Bücher sind in ihrer Heimat verboten, zuletzt wurde sie als «Extremistin» eingestuft. Sie lebt heute im Exil im Westen und ist eine gefragte Gesprächspartnerin. Niemand in Russland kann so frei über das Land erzählen, wie sie es in ihren Romanen tut. Olaf Kühl, 1955 geboren, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte und arbeitete lange Jahre als Osteuropareferent für die Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er ist Autor und einer der wichtigsten Übersetzer aus dem Polnischen und Russischen, u.a. wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis und dem Brücke Berlin-Preis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman, «Der wahre Sohn», war 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

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