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Das Buch erschien in den 1960er Jahren in englischer Sprache und ist heute unverändert so aktuell wie zu seiner Erstveröffentlichung. Es gibt einen fundierten Einblick in das Gesetz von Ursache und Wirkung auf der Basis östlicher Traditionen. Kirpal Singh ordnet deren unzählige Begriffe in verständlicher Weise und setzt sie zueinander in Beziehung. Anschließend ergibt sich aus den vielen Einzelteilen wie bei einem Mosaik ein großes Bild. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass jeder Mensch unentwegt, freiwillig oder unfreiwillig, wissentlich oder unwissentlich, seine Ketten schmiedet. Egal, ob aus Gold oder aus Eisen, Ketten sind Ketten. So bleibt der Mensch gefangen, der Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt wird immer wieder neu in Bewegung gesetzt. Karma oder das Gesetz von Ursache und Wirkung sind mittlerweile nicht mehr nur im Osten ein bekannter Begriff. Dessen Inhalt ist vielgestaltig weltumspannend bekannt. Schon in der Bibel heißt es "was du sähst, das wirst du ernten" sowie "Aug um Aug, Zahn um Zahn". Vor dem Auge des Betrachters entsteht das Bild eines sich unendlich weiterdrehenden Rades. Auf jede Tat, jedes Wort, jeden Gedanken folgt eine Rückwirkung. Kirpal Singh beschreibt detailliert dieses grundlegende Prinzip sowie die besondere Rolle, die wir Menschen darin einnehmen. Er gibt dem Leser einen Schlüssel in die Hand, um aus diesen Ketten auszubrechen.
Kirpal Singh wurde am 6. Februar 1894 in einer Sikh-Familie im heutigen Pakistan geboren. Umgeben von einer Vielfalt an Religionen, suchte er sehr früh eine unabhängige, direkte Verbindung zu Gott durch Gebet und Meditation. Im Jahr 1924 begegnete er seinem spirituellen Lehrer Baba Sawan Singh. Sein Leben als Familienvater mit drei Kindern und einem verantwortungsvollen Posten als Beamter im Dienst der indischen Regierung zeigte, dass Spiritualität nichts mit Weltflucht zu tun hat. Während all dieser Jahre kümmerte er sich neben seinen Verpflichtungen zudem um alte und kranke Menschen. Die höheren Werte des Lebens und ein Bewusstsein der Einheit zu vermitteln war ihm eine Herzensangelegenheit. Aktiv setzte er sich für Frieden und Verständigung unter den Religionen ein. In Büchern, Vorträgen und persönlichen Gesprächen brachte er den Menschen diese zentralen Themen nahe. Sein Motto war "Be good - do good - be one" "Seid gut - Tut Gutes - Seid eins". Auf drei Weltreisen besuchte er viele Städte der westlichen Welt und traf mit religiösen Oberhäuptern, Politikern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen. Im Jahr 1957 wurde er zum Präsidenten der Weltgemeinschaft der Religionen gewählt und hatte dieses Amt 14 Jahre inne. In Anerkennung seiner Bemühungen um Verständigung wurde ihm als erstem Nicht-Christen das Großkreuz von Jerusalem des Souveränen Malteserordens verliehen. 1974 berief Kirpal Singh die Weltkonferenz zur Einheit des Menschen ein, die vom 3. bis 6. Februar in Delhi stattfand. Es war eine Konferenz auf der Ebene des Menschen im besten Sinne des Wortes, denn im Mittelpunkt stand das gemeinsame innere Band, das uns alle verbindet. Aus ihm erwachsen Werte wie Gewaltlosigkeit, gegenseitiger Respekt, universale Liebe und Mitgefühl. Diese Konferenz war die Geburtsstunde von Unity of Man, einer Bewegung für alle, die sich für Einheit einsetzen und entsprechend leben wollen. Bereits Ende der 1960er Jahre entwickelte Kirpal Singh ein Konzept für Zentren, die der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen dienen - sozial, intellektuell und spirituell. Dieses Konzept wird seit 1981 in Kirpal Sagar im Norden Indiens umgesetzt.