Klaus Mann

Mephisto

Zwischen Bühne und Diktatur. 22,0 cm / 15,5 cm / 2,1 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 292 Seiten
EAN 9783743754737
Veröffentlicht Januar 2026
Verlag/Hersteller Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin
12,80 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Klaus Mann: Mephisto. Zwischen Bühne und Diktatur Erstdruck: Querido, Amsterdam, 1936 mit der Widmung 'Der Schauspielerin Therese Giehse gewidmet'. Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2026. Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH Deutschland in den Dreißigerjahren: Während sich das Land in einen totalitären Staat verwandelt, gelingt dem ehrgeizigen Schauspieler Hendrik Höfgen der Aufstieg zum gefeierten Intendanten. Mit Charme, Opportunismus und schauspielerischem Talent passt er sich der neuen politischen Realität an - und gerät immer tiefer in ein Netz aus Kompromissen, Selbstverleugnung und Schuld. 'Mephisto' ist das eindrucksvolle Porträt eines Künstlers, der im Spiegel der Macht seine Seele verliert. Über den Autor: 1906 in München als zweites Kind von Katia und Thomas Mann in die großbürgerliche Weltberühmtheit seines Vaters hineingeboren, sieht Klaus Heinrich Thomas Mann seine Abstammung als 'die bitterste Problematik meines Lebens'. Zeit dessen und weit darüber hinaus, so auch in diesem Klappentext, steht seine Existenz und sein Werk nie allein für sich, sondern stets in Bezug zu seinem übermächtigen Vater, der in der Familie der 'Zauberer' genannt wird. Klaus gilt als sensibler und schlechter Schüler, trotz vielfachen Bemühens an mehreren Schulen und durch privaten Hausunterricht legt er nie ein Abitur ab. Er liest früh viel und anspruchsvoll, spielt Theater, inszeniert, und schreibt. 'Ich muss, muss, muss berühmt werden', schreibt er in sein Tagebuch, in einem Brief aber auch: 'Überall werde ich - Fremdling sein. Ein Mensch meiner Art ist stets und allüberall durchaus einsam.' Mit 19 bekennt er sich öffentlich zu seiner Homosexualität. Er bereist mit seiner Schwester Erika die Welt, hält Vorträge, warnt vor dem Nationalsozialismus, flieht zunächst nach Frankreich, dann seiner Familie nach in die USA. Im Krieg tritt er als Unteroffizier in die amerikanischen Streitkräfte ein und wird 1943 US-Staatsbürger. Nach dem Krieg ist Deutschland ihm fremd, Amerika nicht Heimat. Er fasst nicht mehr Fuß und lebt 42-jährig im Hause des Vaters, von dem er finanziell abhängt, in Pacific Palisades. Am 21. Mai 1949 nimmt sich Klaus Mann in Cannes das Leben. Sein Vater Thomas, der sich in Stockholm aufhält, bricht seine Vortragsreise nicht ab, als einziges Mitglied der Familie nimmt der jüngste Bruder Michael an der Beisetzung teil.