Knut Hamsun

Hunger

Ein verarmter Schriftsteller im Kristiania der 1890er: Bewusstseinsstrom, Großstadtelend und existenzielle Krise der Moderne. 22,9 cm / 15,2 cm / 0,7 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 104 Seiten
EAN 9788027374670
Veröffentlicht Februar 2023
Verlag/Hersteller e-artnow
Übersetzer Übersetzt von Julius Sandmeier
10,30 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Hunger (1890) entfaltet in der Stadt Kristiania das Protokoll eines namenlosen Schriftstellers, der zwischen schöpferischem Größenwahn, körperlicher Entkräftung und sozialer Unsichtbarkeit umherirrt. Hamsun ersetzt den realistischen Gesellschaftsroman durch eine radikal subjektive Bewusstseinsprosa: abrupte Stimmungswechsel, halluzinatorische Wahrnehmungen und ironisch gebrochene Selbstbeobachtung machen den Text zu einem Schlüsselwerk der literarischen Moderne und einem Vorläufer des psychologischen Romans. Knut Hamsun (1859-1952), in Norwegen aufgewachsen und früh mit Armut, unsteter Arbeit und Auswanderungserfahrungen konfrontiert, kannte die materielle Unsicherheit des schreibenden Außenseiters. Seine Tätigkeiten als Gelegenheitsarbeiter, Journalist und literarischer Provokateur schärften den Blick für die Spannungen zwischen bürgerlicher Ordnung und individueller Empfindung. Aus dieser biographischen Erfahrung erwuchs sein Interesse an irrationalen Impulsen, verletztem Stolz und der Einsamkeit des modernen Subjekts. Dieses Buch sei allen empfohlen, die nicht bloß eine Handlung, sondern die Anatomie eines Bewusstseins lesen wollen. Hunger ist bedrängend, komisch, grausam präzise und von erstaunlicher Aktualität: Es zeigt, wie prekär Würde, Sprache und Identität werden, wenn der Körper versagt und die Stadt gleichgültig bleibt.

Portrait

Knut Hamsun (Knud Pedersen) (1859 - 1952) war einer der war einer der bedeutendsten norwegischen Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts und Hauptvertreter der modernen Literatur vom Übergang der Spätromantik und dem Naturalismus zur Klassischen Moderne. 1890 erschien sein Roman Hunger, der ihn als Vertreter der Moderne in Norwegen bekannt machen sollte. 1892 wurde mit Mysterien der zweite große Roman des Autors veröffentlicht. Es folgten populäre Romane wie Pan und Victoria. 1920 erhielt er den Literaturnobelpreis für sein Werk Segen der Erde, das 1917 als Markens Grøde in Norwegen erschienen war.