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Das Jahrbuch versammelt Beiträge, die auf unterschiedlicheWeise nach den Gegenständen komparatistischer Forschung fragen und dabeiGrenzen von Gattungen und Medien, Grenzen der Interpretation und letztlichGrenzen des Fachs selbst problematisieren. Mehrere Beiträge untersuchen Text-Bild-Beziehungen als aufeinander bezogene kulturelle Traditionen, die sichunterschiedlich gegenüber dominanten Diskursen positionieren können, oderwidmen sich dem politischen Gehalt von Text-Bild-Kombinationen wie Karikaturen,Postkarten und Heliogravüren. Darüber hinaus wird eine Erweiterungdes Lyrikbegriffs über traditionelle literaturwissenschaftliche Gattungsbestimmungenhinaus vorgeschlagen, die bislang kaum beachtete lyrische "Sprachmodalitäten"sichtbar macht. Aber auch die Lektüre eines einzelnen Textes wirdauf der Grundlage eines Vergleichs dreier unterschiedlicher Lektüreerfahrungenreflektiert und als Prozess der Hervorbringung von einzelnen Textstellenvor Augen geführt. Das Potential komparatistischer Vergleichstechniken wirddarüber hinaus im Zusammenhang mit der Genozidforschung reflektiert, wennnach Ähnlichkeiten und Differenzen zwischen Antisemitismus und Antitutsismusgefragt wird.Die politische Dimension von Literatur sowie internationalen Zirkulationsprozessen,aber auch von Literaturwissenschaft selbst, steht im Dossier zuukrainisch-deutschen Literaturbeziehungen im Zentrum. Im theoretischenHorizont der neueren World Literature-Debatte werden in sechs Beiträgen undeiner ausführlichen Einführung Schlaglichter auf verschiedene Abschnittein der ukrainischen Literaturgeschichte geworfen, Kulturkontakte zwischenDeutschland und der Ukraine beleuchtet sowie Konstellationen der wechselseitigenRezeption erforscht. Einer langjährigen Dominanz und Vereinnahmungdurch die russisch-sowjetische Kulturpolitik setzt das Dossier die Aufarbeitungeiner eigenständigen ukrainischen Literaturtradition in ihrer Vernetzung mitder deutschen Literaturgeschichte entgegen.