Blick ins Buch

Larissa Delcourt, Noah Levin

Der Fluch der Troika

Liebe in Zeiten neuer russischer Wirren. 1. Auflage. 22,0 cm / 17,0 cm / 5,3 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 862 Seiten
EAN 9783695725472
Veröffentlicht August 2026
Verlag/Hersteller BoD - Books on Demand

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Beschreibung

"Im Großen und Ganzen erweist sich dieses Epos als prophetisch - es beschreibt die Korruption und die Gangsterkämpfe der Wendezeit in Moskau, den Euro-Maidan in Kiew, den sich anbahnenden russisch-ukrainischen Krieg. All dies ist der Hintergrund einer sich entfaltenden und spannenden Kriminalgeschichte - mit dem Eingreifen der russischen Geheimdienste, die auf jede erdenkliche Weise versuchen, die demokratische Transformation und die Abspaltung der Ukraine zu verhindern und zu diesem Zweck mafiöse Methoden anwen-den. Außereheliche Kinder, Attentatsversuche, Mord, Geheimnisse, Agenten, - all dies wird den Leser auf diesen 850 Seiten begleiten. Nicht ohne Grund veröffentlichen Delcourt und Levin ihr Buch unter Pseudonym. ... Die Autoren ziehen das Bild einer in Russland sehr bekannten Fabel des Dichters Iwan Andrejewitsch Kry-low (1769-1844) als Symbol der verfahrenen Lage Russlands, aber auch der von ihr geschilderten Familie heran - eine Troika, ein Dreigespann, bestehend aus Schwan, Krebs und Hecht, die das Fuhrwerk in drei verschiedene Richtungen ziehen, weshalb es einfach stehen bleibt. Aber viel passender zu dem Geschehen, das uns der Roman vor Augen führt, scheint mir ein anderes, in der russischen Kultur noch berühmteres Bild der Troika zu sein - die symbolische Troika aus dem Roman "Tote Seelen" von Nikolai Gogol (1809-1852). "Und du, mein Russland, fährst du nicht auch schnell wie eine Troika, die niemand überholen kann?", fragt Gogol. Hier versinnbildlicht die Troika ein Russland, das voran stürmt, ohne auf irgendetwas zu achten, was sich ihm in den Weg stellt, aber niemand kann begreifen, wohin und wozu." Dr. Irina Scherbakowa, russische Historikerin, Buchautorin, Menschenrechtlerin, Mitbegründerin von Memorial in Moskau, Friedensnobelpreisträgerin 2022.

Portrait

Larissa Delcourt, eine deutsche Autorin, väterlicherseits französischer Herkunft, veröffentlicht diesen Roman unter Pseudonym, da sie sich mit ihrer Familie nicht nur in Deutschland, sondern auch im heutigen Russland aufhält. Sie hat seit Ende der 1980er Jahre während ihres langjährigen Aufenthaltes in der Sowjetunion und Russland neben anderen Publikationen zahlreiche zeitgeschichtliche Features veröffentlicht. Themenschwerpunkte waren dabei: die erstaunliche Versöhnungsbereitschaft der Völker der Sowjetunion mit Deutschland, trotz der unfassbaren Kriegsschuld des NS-Staats; die vielversprechende Entwicklung von Politik, Kultur und Gesellschaft in den letzten Jahren der UdSSR; das belastete Verhältnis Kirche - Staat in der Sowjet- und postsowjetischen Zeit; die immensen Verletzungen der Menschenrechte in der Stalin-Zeit; der innerkirchliche Bruderzwist in der Ukraine; viele tragische Einzelschicksale von Dissidenten und Oppositionellen; schließlich die ideologische Staatspropaganda, die in den imperialen Ukraine-Krieg und allgemeine russische Xenophobie mündete. Bitter lässt Delcourt, von Hause aus examinierte Theologin, ihren Protagonisten Maxim de La Roche von einem "russisch-orthodoxen Dschihad" sprechen. Zusammen mit Irina Scherbakowa ist sie Trägerin des Katholischen Journalistenpreises.

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