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Essay aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, , Sprache: Deutsch, Abstract: Der vorliegende Beitrag stellt ein pentadimensionales Modell des Rechts vor. Ausgehend von den Konzepten der Bioethik, des ärztlichen Handelns und der Normativität ärztlicher Praxis sowie von früheren Studien, die sich mit Struktur, Rolle und Funktion des Rechts befasst haben, entwickelt die Autorin eine pentadimensionale Struktur des Rechts. Diese Struktur dient sowohl als konzeptioneller Rahmen als auch als analytisches Instrument zur Untersuchung komplexer Fragestellungen, insbesondere im Schnittfeld von Recht und Medizin sowie im Kontext medizinisch-ethischer Dilemmata - Bereichen, die gegenwärtig erhebliche Herausforderungen für Richter, Ärzte und die Gesellschaft insgesamt darstellen. Die Autorin argumentiert, dass das Recht fünf miteinander verknüpfte Dimensionen umfasst: eine technische, eine soziologische, eine axiologische, eine normative und eine politische Dimension, wobei letztere als eine Dimension hervorgehoben wird, die sich aus der Einbettung der rechtlichen Erfahrung in das institutionelle und normative Gefüge des Staates ergibt. Das Modell ermöglicht somit ein multidimensionales Verständnis rechtlicher Phänomene und bietet eine strukturierte Grundlage für die Entwicklung fallbezogener Analyseprotokolle.
Überarbeitete und erweiterte Fassung eines ursprünglich auf Portugiesisch veröffentlichten Beitrags: MURR, Leidimar Pereira. "A quinta dimensão do Direito", 2019.
Leidimar Pereira Murr ist Ärztin und Juristin mit interdisziplinärem Schwerpunkt in Bioethik, Medizinrecht und Rechtstheorie. Sie promovierte zur Dr. med. an der Eberhard Karls Universität Tübingen (Deutschland) mit Schwerpunkt Bioethik und war Mitglied des Interdisziplinären Zentrums für Ethik in den Wissenschaften (IZEW).
Ihre klinische Ausbildung absolvierte sie in Deutschland mit praktischer Tätigkeit in der Allgemeinmedizin sowie in der Gynäkologie. Anschließend erwarb sie einen Abschluss in Rechtswissenschaften in Brasilien und entwickelte eine wissenschaftliche Laufbahn an der Schnittstelle von Medizin, Ethik und Recht.
Sie war als Dozentin für Bioethik, Medizinethik und ärztliche Deontologie auf universitärer Ebene tätig und engagiert sich in verschiedenen fachlichen und institutionellen Kontexten. Ihre Forschungsarbeiten befassen sich insbesondere mit den normativen Grundlagen ärztlichen Handelns, der Regulierung medizinischer Praxis sowie mit Fragen der Verantwortung im Gesundheitswesen.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Entwicklung eines interdisziplinären Modells der "Pentadimensionalität des Rechts", das eine systematische Analyse rechtlicher und ethischer Entscheidungsprozesse ermöglicht.