Installieren Sie die genialokal App auf Ihrem Startbildschirm für einen schnellen Zugriff und eine komfortable Nutzung.
Tippen Sie einfach auf Teilen:
Und dann auf "Zum Home-Bildschirm [+]".
Bei genialokal.de kaufen Sie online bei Ihrer lokalen, inhabergeführten Buchhandlung!
In der dramatischen Endphase des Ersten Weltkriegs wird Max von Baden deutscher Kanzler. Seine Mission: das Kaiserreich vor dem drohenden Untergang bewahren. Noch vor den eigentlichen Revolutionswirren bekommt er die Chance, Monarchie und Demokratie zu versöhnen - und ergreift sie nicht. Mit seiner eigenmächtigen Erklärung, der Kaiser habe abgedankt, wird das Reich am 9. November Republik, ohne Republikaner. So besiegelt Max von Baden das Ende einer Epoche. Lothar Machtans Biographie dieser außergewöhnlichen Figur ist ein Glanzstück der modernen Geschichtsschreibung. Mit großer Sachkenntnis und stilistischer Brillanz erzählt er das Leben des badischen Prinzen, malt ein Panorama der Zeit und lässt uns verstehen, warum es zur deutschen Zäsur von 1918 kam.
Teil I. 1867-1897 Kapitel 1: Spezielle Herkunft und die Schicksalswende eines Lebens Impressionen einer Prinzenkindheit im 19. Jahrhundert - Napoleon und Kaspar Hauser. Eine kurze Geschichte des Hauses Baden - Der politische Leitstern: Großherzog Friedrich I. - Zwischen Auflehnung und Vermittlung. Die Eltern des Prinzen Max - »Der größte Wendepunkt meines Lebens«: Max im Schicksalsjahr 1888 - Das schwere Erbe Kapitel 2: Zwischen Pflicht und Neigung. Portrait des Prinzen als junger Mann Akademische Zwischenspiele - Gardeoffizier in Berlin - Highlife: Berliner Hof- und Salonleben - Unterwegs in Europa: Kavalierstouren - Gönner, Förderer - und die erste Liebe - Kein Interesse: Frauen und Politik - Familienbande und eine schwere Hypothek Teil II. 1898-1913 Kapitel 3: Zeit der Krisen: An den Klippen des wirklichen Lebens Halbe Rückkehr nach Berlin - Erste Bekanntschaft mit Axel Munthe - Eine geplatzte Verlobung - Die »Lebensberaterin« Cosima Wagner - In ärztlicher Spezialbehandlung - Eine neue Heiratsidee Kapitel 4: Das »schwerste Jahr meines Lebens« Die kinderlose Anfangszeit einer Ehe - Der »schlappe Max« und der »Hypnotiseur«. Die Therapie auf Capri und die Folgen - Erlöst durch Munthes Hand. Eine Tochter wird geboren - »Er muß von Munthe wieder massiert werden«. Die Geburt des Thronfolgers - Der lange Abschied vom Militär Kapitel 5: Verbürgerlichung auf fürstlichem Niveau Der neue Seelenführer Johannes Müller - Max als Verteidiger des monarchischen Prinzips - »Gescheite Juden und einfachste Handwerker«. Der Kammerpräsident - »Die Welfenfrage bleibt ungelöst«. Als Diplomat und Vermittler - Ein politischer Kopf? - »Familienkreuz« und Kinderwünsche - Die Liebe zu Wilhelm Paulcke Teil III. 1914-1918 Kapitel 6: Prinz Max im Kriegszustand Ein sehr kurzer Fronteinsatz - Der »Sanitätsgeneral« - Geheime Kriegsdiplomatie in Schweden - Politische Kabalen - Auf der Suche nach einer Aufgabe - Weltanschauungsfragen - Privatleben - Profilierungsmaßnahmen Kapitel 7: Beinahe Kanzler: Die Geburt einer fixen Idee Deutschlands Lage 1917/18 - »Dagegen ist jedes Theaterstück inhaltslos«. In der Bethmann-Krise - Spin doctor Kurt Hahn - Abwesend anwesend: Prinz Max auf dem Sprung nach Berlin - Abfuhr und Neustart - »Einheitswillen« und »Weltgewissen«. Das Programm des Kandidaten Kapitel 8: Tatsächlich Kanzler: Geschichte einer politischen Fehlgeburt Das Wilhelminische Reich vor dem Ende - Neues politisches Wirken - Ein weiterer Verbündeter von Rang - Die »Kandidatur des Wunschlosen« - Wie und warum Prinz Max zum deutschen Reichskanzler gemacht wurde - Fünf nach zwölf Kapitel 9: Die Havarie des kaiserlichen Staatsschiffes Eine kaiserliche Volksregierung? - Die Briefaffäre - Die Entlassung Ludendorffs - Das Abdankungsdilemma - Max' Zusammenbruch - Die Revolution - und ein letztes Gespräch - Abgang Teil IV. 1919-1929 Kapitel 10: Die Nachkriegszeit Rückzug in bewährte Lebenswelten - Die Schulgründung Schloß Salem - Politische Schwanengesänge - Öffentliche und familieninterne Anfeindungen - Vergebliche Regenerationsversuche - und ein letzter Coup - Tod und Nachtod Nachwort: Epochal gescheitert Anhang