»Mein Dank an Freud« - Lou Andreas-Salomé

Lou Andreas-Salomé

»Mein Dank an Freud«

Aufsätze und Essays Bd. 4: Psychoanalyse. Ungekürzte Ausgabe nach den jeweiligen Erstpublikationen (2. korrigierte und aktualisierte Auflage)
eBook (pdf), 394 Seiten
EAN 9783937211183
Veröffentlicht September 2023
Verlag/Hersteller MedienEdition Welsch
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Buch (Softcover)
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Beschreibung

»Es ist gewiß nicht oft vorgekommen, daß ich eine psychoanalytische Arbeit bewundert habe, anstatt sie zu kritisieren. Das muß ich diesmal tun«, schreibt Sigmund Freud an Lou Andreas-Salomé, obwohl sie ihm in »Mein Dank an Freud« subtil, aber unerschütterlich widerspricht, wenn ihre kritische Haltung das fordert. Lou Andreas-Salomés Texte zur Psychoanalyse, Schwerpunkt ihres Schaffens während der letzten 25 Jahre ihres Lebens, sind eine Fundgrube für ihre außergewöhnlichen Gedanken und ihren aufsehenerregenden Umgang mit dem Werk Freuds. Sie bieten ihr stets den Anlaß für eigene theoretische Ausbuchstabierungen. Insbesondere wegen dieser engen Verknüpfung sind ihre Texte eine Herausforderung, ihr sowohl in ihrer Auseinandersetzung mit Freud zu folgen als auch ihre weiterführenden, oft philosophisch untergründeten Gedanken nachzuvollziehen. Manche ihrer Ideen, z.B. zum Narzißmus, zur Weiblichkeit und zum Unbewußten werden dem Leser auch aus der gegenwärtigen psychoanalytischen Literatur bekannt vorkommen. Hervorzuheben sind Lou Andreas-Salomés Verständnis analytischen Arbeitens und ihre uneingeschränkte Bereitschaft, sich auf die Begegnung im Unbewußten des analytischen Prozesses einzulassen mit »... tiefster intimster Einfühlung und kältester Anwendung des Verstandes.«

Portrait

Das Leben der Lou Andreas-Salomé, die am 12. Februar 1861 in St. Petersburg geboren wurde und am 5. Februar 1937 in Göttingen verstorben ist, umfaßt die Emanzipation vom zaristischen Rußland mit Hilfe eines sehr scharfen und sich keinerlei Zwängen beugenden Verstands, die finanzielle Unabhängigkeit mit Hilfe der Schriftstellerei und die bereitwillige umfassende Akzeptanz des psychoanalytischen Prinzips in Bewunderung ihres Gründers. Die Stadien dieses Lebens könnten auch betitelt werden mit den Namen der Weggefährten jener Zeiten - Friedrich Nietzsche, Rainer Maria Rilke, Sigmund Freud -, man wird damit jedoch diesem selbstbestimmten Frauenleben nicht annähernd gerecht. Eine ausführliche Lebensbeschreibung von Lou Andreas- Salomé findet sich in: »Lou Andreas-Salomé. >Wie ich dich liebe, Rätselleben<. Eine Biographie«, von Michaela Wiesner-Bangard und Ursula Welsch, die als Taschenbuch bei Reclam Leipzig 2002 erschienen ist (2. akt. Aufl. 2008). Sie ist auch als E-Book erhältlich bei MedienEdition Welsch 2010 (erweitert um ein Kapitel zur psychoanalytischen Theorie und Praxis von Lou Andreas- Salomé).

Inhaltsverzeichnis

Zu Lou Andreas-Salomé 2 Zum Herausgeber 2 Editorische Notiz 7 Aufsätze 9 - Von frühem Gottesdienst (1913) 11 - Zum Typus Weib (1914) 27 - >Anal< und >Sexual< (1916) 47 - Psychosexualität (1917) 85 - Narzißmus als Doppelrichtung (1921) 117 - Zum 6. Mai 1926 (1926) 155 - Was daraus folgt, daß es nicht die Frau gewesen ist, die den Vater totgeschlagen hat (1928) 161 - Mein Dank an Freud (1931) 169 Rezensionen 267 - Tagebuch eines halbwüchsigen Mädchens (1919/20) 269 - Spiegelzauber (1919/20) 273 Aus Tagebüchern 275 - Die Büste (1912) 277 - [Georg Groddeck] (1917) 281 - [Sandor Ferenczi] (1917) 283 - [Politiktreiben und Kinderkriegen] (1923) 285 - [Einsamkeit] (1923) 287 Aus dem Arbeitsjournal 289 - [Doppelcharakter der Hysterie] 291 - [Verkörpern des seelischen Schmerzes] 293 - [So schafft Unlust Außenwelt] 295 - [Unbewußte Phantasien der Hysteriker] 297 - [Es nähert die Differenzierung der Degeneration] 299 - [Onanie] 301 - [>Unkeusch< oder >Krankhaft<] 303 - [Das >zweideutige< Lächeln der Erotik] 305 Siglen und Abkürzungen 307 Verzeichnis der Erstdrucke/Erläuterungen 309 Nachwort 365 Zeittafel 388 Personenverzeichnis 391

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