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Arthur Cavill ist kein Mann, der aufgibt. Zumindest redet er sich das ein. Mit vierundzwanzig Jahren, einem abgelehnten Manuskript unter dem Arm und einer Beziehung, die langsam aufhört, sich nach etwas anzufühlen, zieht er durch die stillen Straßen von Vienna, Virginia, und fragt sich, ob der Traum, Schriftsteller zu werden, jemals mehr war als eine sehr schöne Lüge. Er hat mit Worten gelebt, seit er denken kann. Er hat in Charaktere geflüchtet, Gefühle in Sätze übersetzt, die Welt in Geschichten geordnet und doch findet er keine Sprache für das, was in seinem eigenen Leben fehlt. Dann tritt Christopher Mason in sein Leben. Nicht sanft. Nicht zufällig. Er öffnet keine Türen er besitzt die Gebäude, in denen sie stehen. Der CEO von ViennaLife ist alles, was Arthur nicht ist: kalt, präzise, unerreichbar, in einen Anzug gekleidet wie in eine Rüstung. Ein Mann, der Worte für Werkzeuge hält und Gefühle für Ineffizienz. Er hat geerbt, was andere begehren, und trotzdem blickt er aus seinem Fenster im zehnten Stock auf eine Stadt, die ihm gehört und fühlt sich darin wie ein Fremder. Was als Vorstellungsgespräch beginnt, wird zu etwas, für das keiner der beiden einen Namen hat. Arthur, der sein Leben lang in Büchern nach dem Sinn gesucht hat, findet sich plötzlich in einer Geschichte, die er nicht selbst schreibt. Und Christopher, der gelernt hat, dass Nähe gefährlich ist und Gefühle verwaltet werden können wie Bilanzen, entdeckt an diesem stillen, eigenartigen jungen Mann etwas, gegen das sein ganzes System versagt. Zwischen den Zeilen ist eine Geschichte über zwei Männer, die auf entgegengesetzten Seiten der Welt stehen und über den unmöglichen, unvermeidlichen Raum, der zwischen ihnen entsteht. Über Schweigen als Sprache. Über das, was man fühlt, bevor man weiß, dass man es fühlt. Über die Worte, die man nicht schreibt, weil man Angst hat, dass sie wahr werden. Und darüber, dass manchmal der mutigste Satz, den ein Mensch sagen kann, nur zwei Wörter lang ist.