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Marlene Dietrich gilt als Inbegriff einer Erscheinung, die sich dem eindeutigen Zugriff entzieht. Ihr Bild ist vertraut, beinahe selbstverständlich - und doch bei näherer Betrachtung auffallend konstruiert. Der Smoking, die zurückgenommene Stimme, das Spiel mit Distanz und Nähe: Einzelne Elemente, die für sich genommen erklärbar scheinen, entfalten ihre eigentliche Wirkung erst im Zusammenspiel. Was hier sichtbar wird, ist weniger eine gewachsene Persönlichkeit als eine präzise geformte Figur, deren Konturen sich zwischen Bühne, Film und öffentlicher Wahrnehmung herausbilden.
Das Buch folgt diesen Spuren, ohne sich mit den bekannten Stationen einer Karriere zu begnügen. Es richtet den Blick auf jene Übergänge, an denen Gestaltung beginnt: auf die bewusste Reduktion der Stimme, auf die scheinbar beiläufige Aneignung männlich konnotierter Kleidung, auf die Rolle im Spannungsfeld zwischen Unterhaltung und politischer Funktion. Dabei tritt ein Muster hervor, das über den Einzelfall hinausweist. Die Figur entsteht nicht nur aus sich selbst heraus, sondern im Wechselspiel mit Erwartungen, Projektionen und historischen Umständen.
So rückt eine Frage in den Hintergrund, ohne je ganz zu verschwinden: Ob hier ein Mensch sichtbar wird - oder eine Form, die erst im Blick der anderen ihre Gestalt gewinnt.
Lutz Spilker wurde am 17.2. des Jahres 1955 in Duisburg geboren.
Bevor er zum Schreiben von Büchern und Dokumentationen fand, verließen bisher unzählige Kurzgeschichten, Kolumnen und Versdichtungen seine Feder.
In seinen Veröffentlichungen befasst sich Lutz Spilker vorrangig mit dem menschlichen Bewusstsein und der damit verbundenen Wahrnehmung. Ihn fasziniert die Tatsache, dass zu jeder weiteren Sekunde neue Erkenntnisse existieren.
»Ich liebe die Sprache: Sie vermag zu streicheln, zu liebkosen und zu Tränen zu rühren. Doch sie kann ebenso stachelig sein, wie der Dorn einer Rose und mit nur einem Hieb zerschmettern.«