Fluch und Elend der Verhältniswahl - Manfred C. Hettlage

Manfred C. Hettlage

Fluch und Elend der Verhältniswahl

Die Kanzler im Käfig der Koalitionen. 1. Auflage
eBook (pdf), 126 Seiten
EAN 9783696320768
Veröffentlicht Juni 2026
Verlag/Hersteller BoD - Books on Demand
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Beschreibung

Der Verfassungsrichter, Ernst. G. Mahrenholz, hat die typisch deutsche Zwei-Stimmen-Wahl als »Einführung der Bigamie im Wahlrecht« gebrandmarkt. Hans Meyer hat von »wahlrechtlichem Irrsinn« gesprochen und Sophie Schönberger wiederholt das Wort »Lebenslüge« in den Mund genommen. Die erste Große Koalition unter Bundeskanzler, Kurt Georg Kiesinger, wollte Abhilfe schaffen. Schon 1966 hatten Union und SPD vereinbart, ein neues Wahlrecht einführen, um »einen institutionellen Zwang zur Beendigung der Großen Koalition« zu schaffen. Mehr noch wollte man sogar »eine institutionelle Abwehr der Notwendigkeit zur Bildung von Koalitionen überhaupt« herbeiführen. Der geplante Richtungswechsel im Wahlrecht hat aber nicht stattgefunden. Der für die Verhältniswahl typische Zwang zur Bildung von Koalitionen ist geblieben bis auf den heutigen Tag und verschafft der Minderheit auf der Regierungsbank regelmäßig eine Sperrminorität. Weil gegen den Willen der Minderheit nicht regiert werden kann, verliert das Mehrheitsprinzip den Boden unter den Füßen. Es kommt zur außerparlamentarischen Opposition; zu Unzufriedenheit und Unruhen; zu Plebiszit statt Parlament; zu »Demo« statt Demokratie!

Portrait

Der Autor, ist ab 2003 freier Publizist mit zahlreichen Veröffentlichungen in rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften. Geboren am 2. Februar 1938; Königsberg/Ostpreußen; röm.-kath.; verh.; drei Kinder; Abitur in München; Studium der Philosophie und Nationalökonomie in München und Fribourg/Suisse; Promotion (magna cum); 1967 kaufmännischer Angestellter; Geschäftsführer in verschiedenen Firmen des Einzelhandels zuletzt mit Prokura; 1974 Sekretär der Unternehmensrechts-Kommission im Konrad-Adenauer-Haus der CDU (Bonn) unter Generalsekretär Prof. Kurt H. Biedenkopf; 1978 persönlicher Referent im Büro des CSU-Vorsitzenden, Franz Josef Strauß; 1980 geschäftsführender Referent in der Landesleitung der CSU für den Bereich Mittelstand, Wirtschaft und Finanzen; ab 1981 Wirtschaftsredakteur der Wochenzeitung »Bayernkurier«. 1998 und 2002 Kandidatur für den Deutschen Bundestag. Ab 2003 freier Publizist mit zahlreichen Veröffentlichungen in rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften. Schwerpunkte: Bundesbank, Gewerkschaften, Betriebsverfassung, Streikrecht, Russland und seit 2010 vor allem das Wahlrecht.Du hast gesagt: deutsch

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