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Stadtplanung ist heute voller Konflikte, der Konsens schwindet. In der agonistischen Planungstheorie sind Konflikte produktiv, wenn nach akzeptierten Regeln der pluralen Demokratie zivilisiert gestritten wird. Manfred Kühn prüft diese These in empirischen Fallstudien zu Planungskonflikten in deutschen Städten. Er versteht Planung als politische Praxis und analysiert Konflikte, die als Machtkämpfe um Entscheidungen in verschiedenen Arenen ausgetragen werden, mit politischen Theorien der Macht. Sein Plädoyer für eine Kombination kommunikativer und agonistischer Theorien zeigt: Der Arena-Wechsel von der Beteiligung in Bürgerentscheide und Gerichte ist ein Macht-Akt, um Entscheidungen zu kippen.
Manfred Kühn (Dr. rer. pol.), geb. 1960, ist Planungsforscher am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) und Mitglied der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft (ARL). Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der Theorie und Praxis der Stadtplanung.