Marc Castillon

Das Problem mit der Nationalhymne: Einheitshymne vs. SED-Doktrin

eBook Ausgabe. 1. Auflage
eBook (epub), 13 Seiten
EAN 9783640167142
Veröffentlicht September 2008
Verlag/Hersteller GRIN Verlag

Auch erhältlich als:

Buch (Softcover)
15,95
13,99 inkl. MwSt.
Teilen
Beschreibung

Essay aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Geschichte der politischen Systeme, Note: 1,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Geschichtswissenschaften), Veranstaltung: Die DDR und die nationale Frage, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Umsetzung der sich herauskristallisierenden Zweistaatentheorie Walter Ulbrichts zeigte sich unter anderem, und hier aus Gründen der Abgrenzung gegenüber der Bundesrepublik Deutschland besonders symbolträchtig, in der Einführung des Hammer-und-Zirkel-Emblems in die schwarz-rot-goldene Trikolore im Jahre 1959 und in den vor allem in den 1960er Jahren folgenden vielfältigen Versuchen, die Hammer-und-Zirkel-Flagge zu internationaler Geltung kommen zu lassen. Ziel war die Untermauerung des eigenen Eigenständigkeits- und Eigenstaatlichkeitsanspruches. Wie sah es nun mit einem weiteren Nationalsymbol, der Hymne der DDR aus? Ging von dieser ebenfalls eine "Spaltermentalität" aus? Hattenhauer bringt die von Nationalsymbolen ausgehende Intention auf den Punkt und unterstreicht ihre Bedeutung: Nationale Symbole vermögen es, zunächst unanschauliche, die Gemeinschaft tragenden Ideen zur Anschauung zu bringen. Die Möglichkeit eines persönlichen Bekenntnisses des Bürgers und dessen Anteilnahme ist dadurch impliziert. Nationale Symbole (oder auch staatliche Symbole) besitzen also die "Kraft", den Bürger "mitzunehmen". Anders als jedoch im Falle der Nationalflagge gab es in Ost und West nach dem zweiten Weltkrieg von Anfang an zwei unterschiedliche deutsche Hymnen. Hieraus ergibt sich also im Allgemeinen kein Abgrenzungsproblem der DDR zur BRD. Das Problem mit der DDR-Nationalhymne war anders gelagert: Wie verhält es sich, wenn der Text der DDR-Hymne, z.B. "Deutschland, einig Vaterland", nicht (mehr) den von der SED-Führung gewollten Ideen und der propagierten Politik entspricht. Honecker & Co wollten Anfang der 1970er Jahre eben nicht, dass die DDR-Bürger an dem Bedeutungsrepertoire von "Deutschland, einig Vaterland" Anteil nehmen. Das Dilemma zwischen Nationalhymnen-Wirklichkeit bzw. deren Aussagekraft und der politischen Orientierung der DDR-Verantwortlichen wird hier beleuchtet. Nach zwei kurzen Exkursen über die Schwierigkeiten mit der Nationalhymne in der BRD und über die Schaffung der DDR-Nationalhymne im Jahre 1949 wird dann ausführlich das Anfang der 1970er Jahre auftretende Problem der SED-Führung mit der Nationalhymne herausgearbeitet. Es wird detailliert auf den Widerspruch zwischen der Ablehnung einer Wiedervereinigung beider deutschen Staaten auf der einen Seite und dem, eine Einheit des deutschen Vaterlandes ausdrückenden Hymnentext auf der anderen Seite einzugehen sein. Wie wurde dieser Misere seitens der DDR beigekommen?

Technik
Sie können dieses eBook zum Beispiel mit den folgenden Geräten lesen:
• tolino Reader 
Laden Sie das eBook direkt über den Reader-Shop auf dem tolino herunter oder übertragen Sie das eBook auf Ihren tolino mit einer kostenlosen Software wie beispielsweise Adobe Digital Editions. 
• Sony Reader & andere eBook Reader 
Laden Sie das eBook direkt über den Reader-Shop herunter oder übertragen Sie das eBook mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions auf ein Standard-Lesegeräte. 
• Tablets & Smartphones 
Möchten Sie dieses eBook auf Ihrem Smartphone oder Tablet lesen, finden Sie hier unsere kostenlose Lese-App für iPhone/iPad und Android Smartphone/Tablets. 
• PC & Mac 
Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions, Sony READER FOR PC/Mac oder direkt über Ihre eBook-Bibliothek in Ihrem Konto unter „Meine eBooks“ -  „online lesen“.
 
Bitte beachten Sie, dass die Kindle-Geräte das Format nicht unterstützen und dieses eBook somit nicht auf Kindle-Geräten lesbar ist.
Barrierefreiheit
Status der Barrierefreiheit
Barrierefreiheitsstatus unbekannt
Hersteller
GRIN Verlag
Petersplatz 8

DE - 80331 München

E-Mail: support@openpublishing.com