Marcus Hanisch

Die Einrichtung der jüdischen Selbsthilfe in Zeiten der nationalsozialistischen Repression - nützliche Stütze in materieller und psychologischer Dimension oder wirkungsloses Moment in einer Situation ohne Zukunftsoptimismus?

eBook Ausgabe. 1. Auflage
eBook (epub), 20 Seiten
EAN 9783656145929
Veröffentlicht März 2012
Verlag/Hersteller GRIN Verlag

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg, Note: 1,5, Technische Universität Dresden, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit der vorliegenden Arbeit soll der Versuch unternommen werden, die Ansätze der jüdischen Selbsthilfe zu beleuchten. Dabei versteht es sich von selbst, dass diese als unmittelbare Reaktion auf die antijüdische Politik der Nationalsozialisten seit 1933, seit dem Jahr, als diese in Deutschland die Macht ergreifen konnten, zu verstehen sind. Hierbei ist es notwendig, zum einen die inhaltlichen Strukturen dieser eigens der Selbsthilfe gegenüber den Repressionen der Nationalsozialisten initiierten jüdischen Aktivitäten zu beschreiben. Zum anderen sollen die Möglichkeiten und Formen dieser Selbsthilfe beurteilt werden. Im Zentrum der vorliegenden Arbeit soll jedoch der Frage nachgegangen werden, inwieweit derartige Aktivitäten von Erfolg gekrönt waren. Dies bedeutet freilich nicht, dass sich einer Analyse gewidmet werden soll, ob die jüdische Selbsthilfe ein Mittel war, welches den Auswirkungen der nationalsozialistischen Ideologie und dementsprechenden Propaganda auch auf gesellschaftspolitischem Terrain "entgegentreten" konnte. Denn zweifelsohne soll davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Selbsthilfe um keine Organisationsform handelte, die der antijüdischen "Maschinerie" des Dritten Reiches ein reelles Gegengewicht bieten konnte; dies nicht zuletzt auch deshalb, weil explizit seit der Epoche des Kaiserreiches auch in der "normalen" Bevölkerung vermehrt antisemitische Auffassungen festgestellt werden müssen. Vielmehr muss es das Anliegen der Studie sein, zu beurteilen, auf welche Weise partiell Not gelindert oder auch materielle Hilfe geleistet werden konnte; auf welche Weise nicht zuletzt auch auf Grundlage der religiösen und identifikatorischen Gemeinschaft ein gewisser Zusammenhalt in diesen Zeiten der äußersten Bedrohung geboten wurde. Nachdem zunächst die jüdische Selbsthilfe als Reaktion auf den von den Nationalsozialisten initiierten gesellschaftlichen Ausschluss untersucht werden soll, muss darauf aufbauend der Versuch unternommen werden, die Möglichkeiten und Details dieser Selbsthilfeform zu beschreiben. Kulturelle und ökonomische Aspekte wie unter anderem der "Kulturbund der Deutschen Juden", der "Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", die "Reichsvertretung der deutschen Juden", das "Jüdische Winterhilfswerk" und nicht zuletzt das Engagement des Rabbiners Leo Baeck sollen folgerichtig in ihrer Wirksamkeit beurteilt werden.

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