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BERLIN IN DEN FRÜHEN DREISSIGER JAHREN...
Barbara, ein junges, voller kreativer Ideen sprühendes Mädchen aus der Provinz, verliebt sich in Michael, einen deutlich älteren Redakteur einer örtlichen Lokalzeitung. Zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Liebesbeziehung, die von gegenseitiger Anziehung und Respekt geprägt ist. Doch das ist Barbara nicht genug. Um eine gefragte Malerin zu werden, lässt sie Michael und das idyllische, aber letztlich uninspirierende Kleinstadtleben hinter sich und zieht nach Berlin, dem Mekka der damaligen Kunstszene, um vor allem sich selbst und ihren eigenen Stil zu finden. In der Metropole des Lasters und der kreativen Ausschweifung angekommen, wirft sie sich ins Nachtleben und sucht gleichzeitig Anschluss an die elitären künstlerischen Kreise ihrer Zeit. Hier stößt sie allerdings schnell auf unsichtbare Wände und unausgesprochene Regeln, die sie am Aufstieg hindern.
Der zweite, stark autobiographisch gefärbte Roman Maria Gleits (1909-1981) WMacht nichts, Barbara!" erschien 1934 in Berlin und handelt vom rasanten Selbstfindungstrip einer ehrgeizigen jungen Frau, die sich das träumen partout nicht verbieten lassen will.
Wenige Jahre nach seinem Erscheinen musste Gleit mit ihrem jüdischen Ehemann vor den Nationalsozialisten fliehen - zunächst in die Schweiz, dann über Luxemburg und Frankreich ins amerikanische Exil. Dort begann sie eine kurze, erfolgreiche Karriere als Kinderbuch- und Jugendautorin. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte sie in die Eidgenossenschaft zurück, hörte aber auf zu Schreiben und nahm sich 1981 im Tessin das Leben.
Nach ihrem 2023 bei DVB erstmals neuaufgelegtem Debütroman "Abteilung Herrenmode" aus dem Jahr 1933 liegt nun ein weiterer, unterhaltsamer und manchmal verblüffend aktuell erscheinender Roman der lange zu Unrecht vergessenen Schriftstellerin vor.
Maria Gleit (1909-1981), wurde als Herta Gleitsmann in Crimmitschau geboren und begann schon in der Jugend mit dem Schreiben. Unter ihrem Künstlernamen Maria Gleit veröffentlichte sie 1933 ihren ersten Roman "Abteilung Herrenmode", der zwei Jahre später von den Nazis auf die Liste des unerwünschten Schrifttums gesetzt wurde. Sie floh zeitig aus NS-Deutschland und ließ sich mit ihrem ersten Ehemann, dem Literaten Walther Victor, zunächst in der Schweiz nieder, wo ihr Sohn Vito zur Welt kam. Nach einigen Zwischenstationen erreichte sie 1940 die Vereinigten Staaten und schlug sich in New York City durch, bis sie einige erfolgreiche Kinder- und Jugendbücher in englischer Sprache publizieren konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Trennung von Victor folgte Gleit ihrem zweiten Ehemann in die Schweiz. Sie verfasste keine größeren Arbeiten mehr, nahm sich 1981 das Leben und geriet wie viele andere exilierte Schriftstellerinnen in Vergessenheit. Im Verlag Das vergessene Buch wird ihr Werk seit 2023 sukzessive wiederentdeckt.