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In den Geschichten dieses Bandes ist das Unheimliche und Überwirkliche von Anfang an anwesend - nicht als Effekt, sondern als feine Verschiebung der Wirklichkeit. Eine Wachsbüste aus der Zeit des Jugendstils weigert sich, bloß Dekoration zu sein, und treibt ihre Besitzerin an die Grenzen ihres Verstandes. Ein verfallenes französisches Herrenhaus und ein Foto aus den vierziger Jahren öffnen die Tür zu einem Familiengeheimnis, das ein halbes Leben lang im Schatten gelebt hat. In einer Hamburger Mietwohnung wiederum beginnt das erträumte neue Leben mit einem scheinbar harmlosen Wohnungsdeal - und führt Schritt für Schritt in ein unbekanntes Inneres.Maria Magdalena Leonhard erzählt von Menschen, die von Dingen, Orten und Toten angesprochen werden. Büsten, Häuser, Fotografien und Tiere entwickeln eine eigene Stimme; sie fordern ein, was ihnen zusteht, und drängen die Lebenden dazu, ihre Geschichten zu Ende zu erzählen. Mit leiser Ironie, genauer Beobachtung und einem unaufdringlichen metaphysischen Ernst loten diese zwölf Erzählungen die Ränder des Realen aus: Was passiert, wenn Erinnerungen sich materialisieren? Wie viel Geheimnis hält ein Leben aus? Und kann man den Geistern der Vergangenheit anders begegnen als mit Flucht und Verdrängung?Dieser Erzählband versammelt subtile, atmosphärische Prosa, in der Alltagsgegenstände zu Schwellen werden und das Unwahrscheinliche nur einen Atemzug vom Gewöhnlichen entfernt liegt. Ein Buch über die Macht des Blicks, die Beharrlichkeit der Dinge - und die Frage, wer hier eigentlich wen besitzt.
Maria Magdalena Leonhard studierte in ihrer Geburtsstadt München Archäologie und Kunstgeschichte sowie Etruskologie in Florenz und Rom. Nach ihrer Promotion lebte sie längere Zeit in Italien. 20 Jahre war sie als Dozentin für Deutsche Sprache am Goethe-Institut in München tätig. 1990 erhielt Leonhard den 'Münchner Förderpreis Literatur' für ihren deutsch-italienischen Lyrikband 'Poesie 1962/82' (1985), mehrere Publikationen in der Zeitschrift 'Literatur in Bayern' folgten. 2013 veröffentlichte sie mit großem Erfolg die historische Aufarbeitung des 'Falls' der Fanny von Ickstatt.