Maria Sitte

Bilder als Zeugen

Zur Ästhetik investigativer Strategien bei Forensic Architecture und in der zeitgenössischen Kunst. 26 schwarz-weiße und 120 farbige Abbildungen. 22,5 cm / 14,7 cm / 2,2 cm ( B/H/T )
Buch (Softcover), 304 Seiten
EAN 9783837676006
Veröffentlicht Juni 2025
Verlag/Hersteller Transcript Verlag

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Beschreibung

In der Kunst lässt sich gegenwärtig eine Tendenz zu investigativen Recherchemethoden beobachten, um staatliche Verbrechen, Korruption und Machtmissbrauch zu rekonstruieren. Dies hat weitreichende Folgen für die Bildsprache: Mit dem aufklärenden Anspruch werden häufig visuelle Effekte der Nachvollziehbarkeit und Glaubwürdigkeit aufgerufen. Maria Sitte erläutert am Beispiel ausgewählter Filme des Kollektivs Forensic Architecture, welchen beglaubigenden Prinzipien ihre Bildästhetik verpflichtet ist. Die Untersuchung zeigt die Vielfalt verifizierender Darstellungsweisen ebenso wie problematische Bildpolitiken auf. Durch die Kontextualisierung mit Werken von Lawrence Abu Hamdan, Mario Pfeifer und Susan Schuppli werden divergente Konzepte investigativ engagierter Kunst erkennbar.

Portrait

Maria Sitte ist Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Sie realisierte Ausstellungen u.a. an der Hamburger Kunsthalle, im Museum Angewandte Kunst Frankfurt, im Kunstverein Freiburg und in der Schirn Kunsthalle. Sie studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Psychologie an der Universität Trier und promovierte 2023 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, politisch und sozial engagierte Kunst sowie das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft.

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