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Das Universum queerer Kultur ist so bunt und vielfältig wie die Menschheit selbst. Und die Geschichte der Menschen, die sich als queer verstehen, reicht weiter zurück, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Denn Schwule, Lesben, Trans*- und Inter-, aber auch nicht-binäre Personen und viele weitere LGBTIQ*-Identitätsentwürfe gab es - gerade in der Kunst - schon lange, bevor dafür Begriffe gefunden wurden.Marian Wild erforscht Geschichte und Erscheinungsformen queerer Kunst und Kultur, erklärt Schlüsselereignisse und stellt relevante Vertreter*innen der queeren Gemeinschaft vor. Als roter Faden dienen Werke der Bildenden Kunst, des Films und der Musik, die von queeren Künstler*innen geschaffen wurden, sich mit queeren Aspekten beschäftigen oder eine mögliche queere Lesart beinhalten. Neben Werken u. a. von Francis Bacon, Rosemarie Trockel und Andy Warhol sind auch viele Arbeiten bisher weitgehend unbekannter Künstler*innen zu entdecken.Mit Textbeiträgen und Interviews kommen weitere Mitglieder und Mitstreiter*innen der queeren Community zu Wort. Die Gastautor*innen - unter ihnen Florian Aschka, Tessa Ganserer, Claudia Roth, Thomas Hermanns und Harriet Zilch - befassen sich u. a. mit der Rolle lesbischer Frauen in der Kunstgeschichte, mit der Entstehung nicht-binärer Comic-Held*innen oder der Konzeption queerer Denkmäler.'Einhorn, Leder, Sternenstaub' entführt die Leser*innen - ob sie selbst Teil der queeren Community sind oder thematisches Neuland betreten - in das spannende Universum queerer Kunst und Kultur und beleuchtet dessen kreativen Impact auf unsere Gesellschaft.
1982 in Nürnberg geboren. Promovierter Kunsthistoriker, Kurator, Autor, Journalist und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für moderne Kunst, Nürnberg. Neben der Queerkultur sind seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte die Architektur des Bauhaus, japanische Ästhetik, das Phänomen des Künstler*innenkollektivs sowie Kunst-, Design und Medientheorie.Veröffentlichungen (Auswahl): 'Meine Zelle war ein großer Garten - Der Fall der türkischen Ärztin und Kommunistin Banu Büyükavci' (2023); 'inges idee - Kunst im öffentlichen Raum / Art in public space' (2024).