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Wie wirken Mitarbeitende von Kommunalverwaltungen auf sozial-ökologische Transformationsprozesse ein? In einer ethnographischen Fallstudie zweier Mittelstädte zeigt Marie Graef, wie viel Gestaltungsmacht in Verwaltungsentscheidungen stecken kann und welche Widersprüche entstehen, wenn Engagement für nachhaltige Stadtentwicklung hinter einer Performance von Neutralität verborgen bleibt. Während Forschungen zu nachhaltigem Wandel häufig die Bedeutung von informellen Nischenakteur*innen betonen und ökologische Nachhaltigkeit in der Verwaltungsforschung ein Randthema bleibt, eröffnet sie einen neuen Blick auf unterschätzte, aber machtvolle Akteur*innen vor Ort - und widerlegt den Mythos, dass Kommunalverwaltungen nicht mehr tun als die Entscheidungen politischer Gremien auszuführen.
Marie Graef, geb. 1993, arbeitet für die Stadt Tübingen als Projektleitung im Bereich Mietrecht und lehrt zu Transformationssoziologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Sie promovierte an der Universität Stuttgart am Lehrstuhl für Umwelt- und Techniksoziologie als Teil des interdisziplinären Graduiertenkollegs »Mittelstadt als Mitmachtstadt« mit der RWTH Aachen, der Technischen Universität Berlin und der Universität Potsdam.