Markus Müller

Die Anatomie politischer Machtkämpfe im post-stalinistischen Mezducarstvie 1953-1955

eBook Ausgabe. 1. Auflage
eBook (epub), 30 Seiten
EAN 9783640108312
Veröffentlicht Juli 2008
Verlag/Hersteller GRIN Verlag

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geschichte Europas - Europa Nachkriegszeit, Note: 1,3, Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Geschichtswissenschaften), Veranstaltung: Politische Herrschaft in der späten Sowjetunion 1953-1985, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Die Regeln dieser Kremlinologie schien Nikita S. ChruScev überraschenderweise am Besten zu beherrschen. Die unverteilte Erbschaft Stalins als de facto absolutistischer Machthaber trat er spätestens 1957 mit einem finale fortissimo an, nachdem er sich in drei schwerwiegenden Machtkämpfen zu behaupten wusste.Ebendiese Machtkämpfe - besonders gegen Lavrentij Berija 1953 und Georgii Malenkov 1955 - wird diese Arbeit genauer untersuchen. Zentrale Frage soll dabei sein, mit welchen Mitteln es Nikita S. ChruScev - der innerhalb seines Kollegiums eher als Bauerntölpel denn als potenzieller Totengräber des Stalinkults galt - gelang solch politische Schwergewichte Schachmatt zu setzen und sich an die Spitze des Staates zu manövrieren. Um diese Vorgabe zu erfüllen wird es zunächst nötig sein, sich die politischen und gesellschaftlichen Ausgangspunkte genauer vor Augen zu führen. Denn gerade in den spätstalinistischen Entwicklungen von Politik und Gesellschaft liegen diverse Handlungsimperative verborgen, welche zunächst herausdestilliert werden müssen. Vor diesem Hintergrund soll sich die Arbeit dann direkt in die Situation des Jahres 1953 hineinzoomen, um anschließend das Hauptanliegen aus ihr heraus zu entwickeln. Dieses wird im Wesentlichen die zwei Machtkämpfe ChruScevs gegen Lavrentii Berija und Georgii Malenkov mit all ihren zum Einsatz gekommenen Kampfmitteln detailliert untersuchen, komplettierend, jedoch weniger tiefgründig die Geschehnisse rund um den Vorabend des ChruScevschen Zenits im Jahre 1957 darstellen, um abschließend die herausgefundenen Ergebnisse in einer Schlussfolgerung zusammenzufassen.Unumgänglich anzumerken sei noch die grundsätzlich nicht zufriedenstellende Quellenlage zur post-stalinistischen Sowjetunion. Da die russischen Archive immer noch nicht vollständig geöffnet sind, beschränken sich die Untersuchungen über die UdSSR der 50er Jahre im Wesentlichen auf die Memoiren Nikita ChruScevs und anderer Zeitzeugen, sowie auf vereinzelte Protokolle der ZK-, Präsidiumssitzungen etc. pp. Demzufolge wird man zu einem endgültigen Ergebnis mit definitiven Aussagen darüber was, wie und warum geschehen ist, kaum kommen. Ein Versuch das Dunkel der Kremlpolitik nach dem Tode Stalins mit dem vorhandenen Material zu beleuchten sei aber nichtsdestotrotz versucht.

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