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"Die Feder ist mächtiger als das Schwert" Edward Bulwer-Lytton, Schriftsteller
"Menschen mit Depressionen, das sind für mich keine schwachen, sondern die stärksten Leute, die rumlaufen. Weil für sie jeder Tag ein Kampf ist." Torsten Sträter, Komiker
In die Autorenvita meines ersten Buches Der Seher habe ich geschrieben: »Markus Penedo Rey, Jahrgang 1976, hat das Schreiben zu seiner ganz persönlichen Therapie gemacht.« Doch auch bei den folgenden Büchern Der 13. Pfeiler, Blockiert und Der Rächer besaß diese Wahrheit nicht so viel Bedeutung wie beim Schreiben an diesem Buch: Stopp! Du tötest mich! Ich nehme Dich mit diesem Werk an die Hand, indem ich Dir Methoden und Übungen schildere, die Dich aus dem Tief holen können, in dem Du eventuell gerade steckst. Oben hast Du die warmen und zugleich ehrlichen Worte von Torsten Sträter gelesen. Lass Dir von mir - der ich ebenso unter Depressionen leide - sagen, dass es einen Ausweg aus der Finsternis gibt. Ich selbst habe eine Zeit durchlebt, in der ich in der schwersten depressiven Phase meines Lebens morgens zwei Stunden brauchte, um überhaupt aus dem Bett zu kommen. Danach schleppte ich mich unmotiviert auf die Couch, wo ich ab 11 Uhr morgens auf das erste Fußballspiel des Tages wartete oder Serien und Filme schaute. Mit anderen Worten: Mit mir war nichts mehr los. Wo ich früher noch gerne Sport trieb und in die Natur ging, stellte sich Stillstand ein. Doch es sind Zitate wie die von Torsten Sträter und meine Kämpfernatur, die ich mir in über 40 Jahren Schmerz angeeignet habe. Das Kind, das sich aus Angst vor den eigenen Eltern unter dem Wohnzimmerschrank versteckte; das Schulkind, das von drei älteren Jungs unabhängig voneinander regelmäßig vermöbelt wurde; der Azubi, dem in der Berufsschule feige aus dem Hinterhalt von Rechtsradikalen während des laufenden Unterrichts Pfefferspray in die Augen gesprüht wurde; und der Lehrling, der auf der Baustelle von seinem Ausbilder täglich regelrecht zur Sau gemacht wurde, weil dieser Jemand glaubte, man müsse jeden mit Lederjacke fertigmachen. Nach vier Rauswürfen aus dem Elternhaus, der darauffolgenden Drogensucht, der späteren Alkoholabhängigkeit, einer gescheiterten Ehe, den Anfeindungen der Mütter ehemaliger Partnerinnen wegen meiner spanischen Wurzeln und dem permanenten »Du bist dumm!« im eigenen Zuhause durch die Eltern - nach all dem habe ich mich selbst wie der Baron von Münchhausen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. Und wenn ich das konnte, dann kannst Du das erst recht!
Markus Penedo Rey, Jahrgang 1976, hat das Schreiben 2014 zu seiner ganz eigenen Therapie gemacht.