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Warum gilt es als Problem, gerne Mutter zu sein?
InStolz und Zweifel widerspricht Marlen Hobrack dem vorherrschenden Narrativ der Mutterschaft als Überforderung, Verlust oder Rückschritt. Sie setzt sich kritisch mit gesellschaftlichen, feministischen Deutungen auseinander, in denen Fürsorge, Abhängigkeit und Bindung vor allem als Defizite erscheinen, und fragt provokant: Was geht verloren, wenn Mutterschaft fast nur noch unter dem Vorzeichen von Verzicht und Scheitern erzählt wird? Ohne zu idealisieren, aber mit Lust an der Zumutung, zeigt Hobrack Mutterschaft als Erfahrung von Verantwortung, Ambivalenz und Gestaltungskraft. Sie denkt Mutterschaft nicht als private Nische, sondern als gesellschaftlich relevante Praxis - und verteidigt das Recht, sie weder zu verklären noch bereuen zu müssen. Ein kluges zeitdiagnostisches Plädoyer für Stolz und Zweifel, für Bindung und Selbstbehauptung und dafür, dass Muttersein kein Makel sein darf.
'Mutterschaft könnte als Gewinn begriffen werden - gerade, weil sie einen Preis hat. Sie könnte als gesellschaftsverändernde Macht begriffen werden. Als ultimativer Gestaltungswille. Wir könnten selbstbewusst sein, geraten jedoch in die Defensive.'
Marlen Hobrack
MARLEN HOBRACK, geboren 1986 in Bautzen, studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften und arbeitete zunächst in einer Unternehmensberatung. Seit 2016 schreibt sie hauptberuflich u.a. für der Freitag, Zeit Online, Die Welt und Der Spiegel. In ihren beiden Sachbüchern Klassenbeste und Erbgut verhandelt sie das Leben ihrer Mutter und Fragen nach sozialer Herkunft und Gerechtigkeit. 2023 debütierte sie mit Schrödingers Grrrl als Romanautorin. Für ihre Literaturkritik erhielt sie 2023 den Jörg-Henle-Preis. 2025 wurde sie mit dem AnnäSeghers-Preis für ihre literarische Auseinandersetzung mit Klassismus ausgezeichnet. Marlen Hobrack hat drei Kinder und lebt in Leipzig.