Martin Schürz

Überreichtum und Todesangst

Der Griff der Tech-Milliardäre nach Unsterblichkeit. Ein Essay. 21,5 cm / 13,5 cm ( B/H )
Buch (Softcover), 232 Seiten
EAN 9783593520070
Veröffentlicht August 2026
Verlag/Hersteller Campus Verlag GmbH

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Beschreibung

Tech-Milliardäre wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Peter Thiel sind überreich und haben enorme Macht in der Gesellschaft. Doch sie wollen auch gottgleich sein und unsterblich werden. Für mächtige Überreiche scheint der Tod die ultimative narzisstische Kränkung zu sein. Denn so werden Arme und Reiche gleich - unabhängig von ihrem Vermögen und ihrer Macht zu Lebzeiten. Mittels Investitionen in die florierende Langlebigkeitsindustrie versuchen sie, profanes Gewinnstreben und Träumereien vom persönlichen Weiterleben zu verbinden. Dies erhöht ihr Vermögen und ihre Macht weiter und erschwert dem Rest ein menschenwürdiges Leben. Doch das Streben der Überreichen ist begrenzt durch ein narzisstisches Verlangen nach Gottähnlichkeit, hinter dem sich Todesangst versteckt.
Martin Schürz untersucht den Zusammenhang zwischen einer exzessiven Vermögenskonzentration und dem Unsterblichkeitsstreben der Tech-Milliardäre, basierend auf sozialpsychologischen Ansätzen und Sigmund Freuds Überlegungen zum Tod. Sein Plädoyer: Überreichtum muss beendet werden, damit alle Menschen in Freiheit über den Sinn in ihrem endlichen Leben befinden können.

Portrait

Martin Schürz ist Ökonom und Psychotherapeut. Er arbeitet im Ambulatorium 'die Boje' mit komplex traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Als Ökonom forscht er seit mehr als 25 Jahren zu Vermögensungleichheit. Er ist Gruppenleiter des Economic Microdata Lab im Forschungsreferat der Österreichischen Nationalbank. 2015 erhielt er den Progressive Economy Award des Europäischen Parlaments (gemeinsam mit Pirmin Fessler). Für sein Buch 'Überreichtum', erschienen 2019 bei Campus, erhielt er den Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch. Bei Zsolnay erschien 2022 sein Buch 'Angst und Angstmacherei. Für eine Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht' (gemeinsam mit Markus Marterbauer).

Inhaltsverzeichnis

Inhalt
Vorwort
Einleitung
1. Todesangst
2. Überreichtum - Quelle des persönlichen Unsterblichkeitsstrebens 2.1 Peter Thiels Feinde: Staat, Kollektiv und Tod 2.2 Aggressive Angst der Überreichen 2.3 Anmaßung der Wohltäter
3. Unsterblichkeitsstrategien - Transzendenz über den Tod hinau 3.1 Unsterblichkeitsstrategie Wachstum 3.2 Unsterblichkeitsstrategie Vermögen 3.3 Unsterblichkeitsstrategie Vererben 3.4 (Un-)Sterblichkeitsstrategie Arbeit
4. Unsterblichkeit - Ein Leuchtturmprojekt der Überreichen 4.1 Propheten der technologischen Zukunft 4.2 Überleben in der Kälte 4.3 Einwände gegen die Unsterblichkeit 4.4 Beschämung durch den Tod 4.5 Leeres Selbst der Überreichen 4.6 Überreiche Antihelden 4.7 Angstvolle Götterspiele
5. Angstabwehr - Langlebigkeit und Sicherheit 5.1 Lebensverlängerung 5.2 Gewalt
6. Lebendigkeit - Endlichkeit und Solidarität
Schlussfolgerungen
Anmerkungen
Literatur

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