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Kaum aufgeholt, schon wieder abgehängt Es ist ein Gefühl, das viele Eltern nur zu gut kennen: Man hat sich endlich durch "No Cap", das erste Wörterbuch der Jugendsprache, gearbeitet. Man kennt jetzt Rizz, Drip, Sigma, Based und Bet. Man fühlt sich fast ein bisschen stolz, mitreden zu können. Und dann, kaum ein Jahr später, fällt beim Abendessen ein Satz wie "Das ist voll bussin, fr fr - kein Cap" oder ein Kind ruft aus heiterem Himmel "Six Seven!" in den Raum, ohne erkennbaren Anlass - und die mühsam erarbeitete Kompetenz ist über Nacht wieder wertlos. Genau an diesem Punkt setzt Max Urban mit "No Cap 2 - Das Wörterbuch der Jugendsprache, Reloaded" an. Die zentrale These des zweiten Bandes bringt es auf den Punkt: Jugendsprache verfällt nicht - sie mutiert. Sie stirbt nicht aus, sondern verändert sich in atemberaubendem Tempo, während ständig neue Begriffe aus TikTok-Trends, Gaming-Communitys und viralen Memes nachwachsen. Manche Wörter aus dem ersten Band gelten inzwischen schon wieder als überholt, andere haben sich weiterentwickelt und neue Bedeutungsnuancen angenommen - und eine ganze Reihe komplett neuer Begriffe ist entstanden, die es zur Zeit des ersten Bandes schlicht noch nicht gab. 70 brandneue Begriffe - keine Wiederholungen aus Teil 1 "No Cap 2" versteht sich explizit nicht als überarbeitete Neuauflage, sondern als eigenständige Fortsetzung: Alle 70 Einträge sind komplett neu und kamen im ersten Band noch nicht vor. Das Buch folgt dabei demselben bewährten Schema wie sein Vorgänger - Begriff, Wortart, Bedeutung, ein alltagsnaher Beispielsatz und, wo interessant, die Herkunft des Wortes. Unter den neuen Einträgen finden sich Begriffe, die inzwischen tief in der digitalen Jugendkultur verankert sind: "Aura" etwa, die persönliche Ausstrahlung oder das Coolness-Level, das man gamifiziert in "Aura Points" gewinnen oder verlieren kann. "Sigma", ein Begriff für unabhängiges, selbstbestimmtes Auftreten außerhalb klassischer sozialer Hierarchien. "Skibidi", ursprünglich ein bedeutungsloser Meme-Begriff aus einer viralen YouTube-Serie, inzwischen ein vielseitig einsetzbares Wort für Chaos, Unsinn oder Comedy. Oder "Demure", das durch eine TikTokerin viral wurde und für übertrieben-ironische Zurückhaltung steht. Auch skurrile, fast schon poetische Neuschöpfungen sind dabei: "Girl Dinner" für die improvisierte, oft skurrile Mahlzeit aus lauter kleinen Snacks statt einer richtigen Mahlzeit. "Bed Rotting" für den bewussten, ganzen Tag im Bett verbrachten.
Max Urban übersetzt zwischen den Generationen - mit einem Ohr immer nah dran an dem, was auf TikTok, in Gaming-Chats und auf Schulhöfen gerade passiert. Seit Jahren beobachtet, sammelt und entschlüsselt er die sich ständig wandelnde Sprache der Jugend, ohne dabei selbst peinlich mitreden zu wollen. Mit "No Cap" und "No Cap 2" hat Max Urban die unterhaltsamsten Nachschlagewerke der Jugendsprache geschaffen - klar erklärt, mit Beispielen aus dem echten Leben und immer mit einem Augenzwinkern.