Blick ins Buch

Mèhèza Kalibani

Verhört!

Akustisches Erbe des deutschen Kolonialismus und postkolonialer Tinnitus. 2 schwarz-weiße und 8 farbige Abbildungen. 24,5 cm / 17,6 cm / 2,4 cm ( B/H/T )
Buch (Hardcover), 308 Seiten
EAN 9783515140546
Veröffentlicht Dezember 2025
Verlag/Hersteller Steiner Franz Verlag

Auch erhältlich als:

eBook (pdf)
62,00
62,00 inkl. MwSt.
Teilen
Beschreibung

Stimmen, Lieder, Musik von Einheimischen in deutschen Kolonien - eingefangen auf Wachswalzen, aufbewahrt im Berliner Phonogramm-Archiv: Diesen bislang kaum beachteten Tonaufnahmen aus der deutschen Kolonialzeit widmet sich dieses Buch. Die Studie verbindet Theorie und Fallbeispielanalyse, Archivforschung und Perspektiven aus den Herkunftsgesellschaften. Sie führt in Archive, Denkweisen und verdrängte Geschichten und zeigt dabei die Bedeutung phonographischer Aufnahmen. Diese wurden in der deutschen Vergleichenden Musikwissenschaft und im Kolonialismus als Ressource zur Unterstützung der kolonialen Wissensproduktion genutzt. Der damit verbundene "postkoloniale Tinnitus" steht sinnbildlich für das wachsende, unüberhörbare Bedürfnis nach Aufarbeitung, Gerechtigkeit und Restitution. Wessen Stimme wurde aufgenommen, und unter welchen Machtverhältnissen? Wer oder was wurde dabei "verhört"? Wem gehört das akustische Erbe des deutschen Kolonialismus und wer leidet am "postkolonialen Tinnitus"? Das Buch ist eine Einladung, den Umgang mit dem kolonialen Erbe neu zu denken - wissenschaftlich fundiert, politisch hochaktuell.

Portrait

Mèhèza Kalibani ist Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart bei der Stiftung Historische Museen Hamburg. Er promovierte in Geschichtswissenschaften an der Universität Tübingen. Er forscht unter anderem über die Kolonialgeschichte und die postkoloniale Erinnerungskultur.

Hersteller
Steiner Franz Verlag
Maybachstraße 8

DE - 70469 Stuttgart

E-Mail: service@steiner-verlag.de