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Der Titel Menschenwürde und abhängige Beschäftigung - Eine verdrängte Spannung benennt einen Widerspruch, der so alltäglich ist, dass er kaum noch als Widerspruch wahrgenommen wird. Genau das ist seine Brisanz. Abhängige Beschäftigung im Sinne des Sozialgesetzbuches bedeutet Weisungsgebundenheit - die rechtlich verankerte Pflicht, den Anweisungen eines anderen zu folgen. Menschenwürde im Sinne des Grundgesetzes und der kantischen Philosophie bedeutet Autonomie - die Fähigkeit des Menschen, sich selbst Gesetze zu geben, Zweck zu sein und niemals bloßes Mittel. Beide Prinzipien gelten gleichzeitig. Beide beanspruchen denselben Menschen. Und beide lassen sich, bei näherer Betrachtung, nicht widerspruchsfrei nebeneinander denken. Das Wort "verdrängt" im Untertitel ist dabei keine Anklage, sondern eine Beobachtung. Die Spannung zwischen diesen beiden Wirklichkeiten ist nicht neu - sie ist nur nie zum Gegenstand eines breiten gesellschaftlichen Gesprächs geworden. Dieses Buch möchte dieses Gespräch beginnen, ohne es zu beenden. Es möchte dem Leser keine Meinung geben, sondern eine Sprache - für das, was er längst körperlich und seelisch spürt, aber bislang nicht in Worte fassen konnte. Der Untertitel "Eine verdrängte Spannung" signalisiert dem Leser zugleich die Haltung des Buches: Es wird keine Seite gewählt, keine Lösung verkündet, kein Schuldiger benannt. Es wird eine Frage gestellt - präzise, philosophisch redlich und mit dem Respekt vor der Entscheidungsfreiheit des Lesers, die das Buch selbst als Kern der Menschenwürde versteht.
Hartmut Kay Hirsch: Hartmut Kay Hirsch ist Theoretischer Pädagoge am KommTheo-Institut Stuttgart mit den Lehrschwerpunkten Kommunikationstheorie und Erziehungsphilosophie. Sein Fachbereich widmet sich der entwicklungsfördernden Kommunikation mit jungen Menschen sowie der Frage, was menschenwürdige Kommunikation in pädagogischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen bedeutet. Er ist Sachbuchautor und Herausgeber mehrerer Lehr- und Sachbücher zu den Themen Menschenwürde und Kommunikation. Hirsch studierte am Institut für Lehrerbildung mit den Schwerpunkten Jugend- und Heimerziehung, Kunsterziehung, Psychologie und Pädagogik. Philosophie, Spracherziehung und Kommunikationspädagogik erarbeitete er sich autodidaktisch - ein Bildungsweg, der seine spätere Arbeit prägte: das Denken nicht als abgeschlossenes System zu verstehen, sondern als lebendigen Dialog zwischen Theorie und gelebter Wirklichkeit. Dieses Buch ist aus einer Frage entstanden, die ihn seit Jahren begleitet - der Frage, ob das, was der Gesetzgeber 2022 im SGB 8 als Recht junger Menschen auf eine selbstbestimmte, eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Persönlichkeit verankert hat, mit der Wirklichkeit der Arbeitswelt vereinbar ist, in die diese jungen Menschen wenige Jahre später eintreten. Er wollte diese Frage nicht länger für sich allein behalten. Der vorliegende Dialog mit einem KI-Sprachmodell ist sein Versuch, nicht Antworten zu hinterlassen, sondern einen Samen - ein Buch, das der Leser in seine eigene Erde legen und in seinem eigenen Leben zum Wachsen bringen kann.