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Was bleibt von einem Leben, wenn all das, was es einmal ausmachte, plötzlich ins Bröckeln gerät? Zwischen gestern und mir ist ein leiser, eindringlicher Roman über drei Menschen, die an jenem Punkt stehen, an dem das Alte nicht mehr trägt - und das Neue noch keine Gestalt hat. Paul, erfolgreicher Immobilienunternehmer, steht kurz davor, den größten Deal seiner Karriere abzuschließen. Doch ausgerechnet am Tag dieses entscheidenden Vertrags erwartet seine Frau Amelie von ihm, endlich dem gemeinsamen Kinderwunsch nachzukommen - einem Wunsch, der ihre Ehe seit zwei Jahren zermürbt. Als Paul unter dem Druck auseinanderbricht, verlässt er fluchtartig sein bisheriges Leben. Eine Nachtfahrtsflucht, die ihn schließlich nach Frankreich führt. Aurelie, eine sensible, warmherzige Frau aus der Bretagne, steckt in einer Ehe mit Bruno, einem gutmütigen Fischer, dessen Unachtsamkeit und Schwerfälligkeit sie immer mehr erdrücken. Sie liebt ihn - und verliert ihn zugleich ein kleines Stück jeden Tag. Als ein alter Geliebter unerwartet wieder in ihr Leben tritt, wird Aurelie mit dem schmerzlichen Wissen konfrontiert, dass das, was glänzt, nicht immer wärmt. Und dann ist da Steve, ein Maler auf dem Montmartre, der in seinen Bildern immer wieder das Gesicht von Joyce festhält - der Frau, die er verloren hat. Er lebt in Paris im Schatten seiner Vergangenheit, in einer Stadt, die ihn mit Sehnsucht nährt und zugleich zermürbt. Sein zufälliges Zusammentreffen mit Paul setzt eine Entwicklung in Gang, die keine der Figuren vorhersehen konnte. Die Wege dieser drei Menschen kreuzen sich: behutsam, zufällig, fast schicksalhaft. Was beginnt wie ein Innehalten, wird zum Wendepunkt. Der Roman erzählt davon,
wie wir lieben, wenn wir verletzt sind,
wie wir hoffen, wenn wir eigentlich müde sind,
und wie wir weitergehen, obwohl wir nicht wissen, wohin. Er zeigt, wie dünn der Faden zwischen dem ist, was wir wollen, und dem, was wir brauchen. Zwischen gestern und mir ist ein poetischer Roman über Abschied, Nähe, das Aufbrechen alter Muster - und die stille Frage: Wann ist der richtige Moment für ein neues Leben?
Michael Weber, 1956 in Aschau am Chiemsee geboren, war viele Jahre als Lehrer und Schulleiter einer großen Mittelschule tätig. Für seine pädagogische Arbeit wurde er 2005 und 2007 mit Bundespreisen unter der Schirmherrschaft der Bundespräsidenten Roman Herzog und Horst Köhler ausgezeichnet.
Bereits in den 1990er-Jahren begann er mit dem Schreiben von Kinderbüchern. Mit seinem Erstlingswerk "Gundolph will nicht mit" stellte er sich 1999 auf der Frankfurter Buchmesse einem breiten Publikum vor. Es folgten weitere Werke wie "Der wild gewordene Ballon, Topsi, das knallrosa Blindschwein und Die Kinder von Weidachwies" - Lausbubengeschichten aus den 1960er-Jahren, mit denen er bei zahlreichen Lesungen viele Leserinnen und Leser begeistern konnte.
Nach seiner Pensionierung widmet sich Michael Weber neuen Projekten, in denen er Text und Musik zu einer harmonischen und emotionalen Einheit verbindet. Jetzt mit dem Roman "Zwischen gestern und mir". Nach dem Motto: Read it - hear it - feel it