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Die leuchtend grünen Bucheinbände, die die viktorianischen Bibliotheken des 19. Jahrhunderts dominierten, waren ein Meisterwerk der ästhetischen Buchproduktion. Sie waren allerdings auch mit einer hochgiftigen, abbröckelnden Schicht aus purem Arsen überzogen. In ihrem Streben, billige und extrem farbintensive Bücher für die Massen zu produzieren, griffen britische Verleger begeistert auf das chemische Pigment "Schweinfurter Grün" zurück.
Obwohl die Farbe wunderschön war, erwies sich die Kupfer-Arsenit-Verbindung als extrem instabil. Allein das Halten des Buches, das Umblättern der Seiten oder die Lagerung in einem leicht feuchten Raum setzte mikroskopische, tödliche Partikel in die Luft frei. Diese Pigmente vergifteten schleichend die ahnungslosen Leser, die Bibliothekare und vor allem die völlig ungeschützten Fabrikarbeiter, die diese Bände banden. Die blinde Jagd nach optischer Perfektion verwandelte die alltägliche Literatur versehentlich in eine geräuschlose Waffe.
Diese Untersuchung beleuchtet die toxische Schnittmenge von viktorianischer Ästhetik und früher Chemie. Sie verfolgen die industrielle Lieferkette der arsenhaltigen Farbstoffe, das qualvolle neurologische Leiden der Opfer und den modernen, extrem aufwendigen Konservierungsaufwand.
Betrachten Sie das tödliche Erbe der Verlagswelt. Verstehen Sie, wie die ungezügelte Besessenheit von leuchtenden Farben eine ganze Generation ahnungsloser Leser vergiftete.
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