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Die ethnografische Fallstudie untersucht am Beispiel des Verfügungsfonds Beteiligungsprozesse sozialer Stadtentwicklung. Gezeigt wird, dass Beteiligung eng mit der Konstruktion sozialer Probleme in segregierten Stadtteilen verbunden ist. Im Mittelpunkt steht die Konstruktion der Gruppe 'Südosteuropäische Zuwanderer', die im Stadtteildiskurs als problematisch markiert und von der Partizipation ausgegrenzt wird. Mit einem Fokus auf Problemdiskurse sozialer Stadtentwicklung macht die Forschung nicht intendierte Folgen sichtbar und zeigt, wie Beteiligungsformate soziale Ausgrenzung (re-)produzieren können.
Mira Böing war bis 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Graduiertenkolleg 2493/1: 'Zwischen AdressatInnensicht und Wirkungserwartung - Folgen sozialer Hilfen' an der Universität Siegen. Seit Januar 2025 ist sie assoziiertes Mitglied des Graduiertenkollegs 2493/1. Ihre Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich kritischer Stadtforschung, insbesondere im Hinblick auf die Konstruktion sozialer Probleme in Räumen und damit verknüpfter Definitionsmacht sowie ethnografischer Folgenforschung. Seit Juni 2025 ist sie als Referentin bei der Montag Stiftung Urbane Räume tätig.