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Noch bis vor wenigen Jahren galt Corporate Social Responsibility (CSR) in der deutschen Rechtswissenschaft als "Nebenkriegsschauplatz". Heutzutage zählt CSR hingegen "zu den großen Gegenwarts- und Zukunftsthemen [...] des Aktien-, Bilanz- und Kapitalmarktrechts". Für diesen Umbruch sorgte die zunehmende gesetzliche Verfestigung des CSR-Konzepts, allen voran durch die sogenannte CSR-Richtlinie aus dem Jahr 2014. In deren Umsetzung zogen im Jahr 2017 die Vorschriften zur nichtfinanziellen (Konzern-)Erklärung in das deutsche Bilanzrecht ein. Diese Arbeit geht der Frage nach, ob sich mit der Einführung der primär bilanzrechtlichen CSR-Berichtspflichten auch die gesellschaftsrechtlichen Rechte und Pflichten von Aktiengesellschaften und ihren Organen geändert haben, sowie der Frage, ob das deutsche Recht ausreichende Mechanismen und Verfahren bereithält, um fehlender oder fehlerhafter CSR-Berichterstattung effektiv entgegenzutreten, wie es Erwägungsgrund 10 der CSR-Richtlinie fordert.
Moritz Rojek hat Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth studiert und sein Referendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg absolviert. Daneben absolvierte er einen Master of Laws (LL.M.) an der Nottingham Trent University. Heute ist er als Rechtsanwalt in Hamburg tätig.