Naemi Fast

Der puritanische Gottesdienst

eBook Ausgabe. 1. Auflage
eBook (epub), 19 Seiten
EAN 9783638293587
Veröffentlicht Juli 2004
Verlag/Hersteller GRIN Verlag
13,99 inkl. MwSt.
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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte - Amerika, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Historisches Seimnar, Abteilung für Neuere und Neueste Geschichte), Veranstaltung: Proseminar, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Zahlreiche Splittergruppen und Neubildungen von Kirchen, Gemeinden und Glaubensrichtungen führten zu einer Konfessionenvielfalt innerhalb des Christentums, die man heute kaum überblicken kann. Einen eigenartigen Verlauf nahm die Reformation in England. Die dort unter Heinrich VIII. entstandene Anglikanische Staatskirche mit dem Monarchen als Oberhaupt ließ Organisation und Liturgie der früheren Katholischen Kirche weitgehend unverändert. Dass die Abspaltung von der Römischen Kirche nicht vordergründig religiös motiviert war, rief in frommen Kreisen Empörung und Widerstand hervor. Innerhalb der Anglikanischen Kirche bildete sich eine Bewegung, die eine radikale Umorganisation der Kirche wollte, gegen alle Elemente protestierte, die mit Papsttum, Menschenverehrung, kultischen Ritualen zu tun hatte. Die Menschen, die sich für eine "reine Kirche" einsetzten, wurden "Puritaner" genannt, von "to purify" - reinigen. Hinter dem Begriff Puritaner verbirgt sich eine Anzahl von mehreren Gruppen - Independenten, Kongregationalisten, Separatisten u.a. Da die Separatisten wegen ihrer radikalen Glaubensausübung verfolgt wurden, flohen sie zu Beginn des 17. Jahrhunderts in die Niederlande, von wo aus ein Teil von ihnen 1620 auf der bekannten "Mayflower" nach Nordamerika auswanderte. Ihnen folgten in den nächsten Jahren zahlreiche Glaubensgenossen, aber auch andere Siedler. In der neuen Welt hatten sie weitgehend die Freiheit, ihren Glauben nach eigenen Vorstellungen zu leben. Ihre Glaubensausübung unterschied sich sehr stark von der der Staatskirche. Das äußerte sich unter anderem deutlich in der Durchführung ihrer Gottesdienste. Nichts darin erinnerte mehr an die kirchliche Messe, weder der Raum noch der Inhalt des Gottesdienstes. Im Mittelpunkt standen nicht mehr die Sakramente sondern die Predigt. Da viele Puritaner Tagebücher führten, von denen viele noch erhalten sind, und auch sonst viele schriftliche Quellen hinterlassen haben, sind wir heute recht gut über ihr Alltagsleben und ihre Sonntagsbräuche informiert. In meiner Hausarbeit möchte ich beschreiben, wie der puritanische Gottesdienst gestaltet wurde, worauf man dabei Wert legte und wie das sich von der Anglikanischen Kirche unterschied. Ich beschränke mich dabei auf die Separatisten in Neuengland im 17. Jahrhundert. Da ich die Kenntnis der puritanischen Theologie größtenteils als bekannt voraussetze, widme ich diesem Thema zu Beginn nur ein paar Sätze.

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